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Thilo Bruhin (rechts), eidg. dipl. Augenoptiker SBAO, führt das Schwyzer Brillen- und Kontaktlinsen-Fachgeschäft in der 5. Generation. |

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Im Bild: Otmar Kupper. Mit den modernen neuen Verkaufsräumen verfügt Bruhin Optik über eines der schönsten Ladengeschäfte der Zentralschweiz. |
Im Jahre 1995 wurde das Optikgeschäft Bruhin
an der Herrengasse in Schwyz komplett umgebaut und vergrössert.
Mit dem Umbau zusammen erfolgte ein technischer Innovationsschub.
Bruhin Optik verfügt heute über die allerneusten
technischen Geräte, um Brillengläser und Kontaktlinsen
optimal zu bestimmen.
Hauptstärke neben der Riesenauswahl an Brillen für jeden
Geschmack ist - wie seit jeher - der erstklassige Service des
Bruhin-Optik-Teams.
Im folgenden ein Interview mit Geschäftsinhaber Thilo
Bruhin:
Wie lange schon gibt es "Bruhin Optik"?
Im Jahre 1848 eröffnete Josef Bruhy, geb. 1826, ein
Uhrmachergeschäft an der Herrengasse in Schwyz. Die Augenoptik
kam um die Jahrhundertwende dazu.
Können Sie uns allgemein etwas über
die Geschichte der Brille sagen?
Schon vor dem Mittelalter wurde mit der Brechung des Lichts
herumexperimentiert. Eine genaue Jahreszahl ist nicht bekannt, wann
die ersten einfachen Korrektionsgläser entstanden. Diese wurden
mit der Zeit qualitativ verbessert und in Vorrichtungen aus
Traggestell mit Ohrenbügeln aus Horn oder Metall montiert. Die
heutigen Brillen sind im Vergleich zu früher absolute
High-Tech-Produkte. Fassungen aus korrosionsfreiem Titan sowie
Brillengläser, fast unsichtbar entspiegelt, kratzfest,
bruchfest, hochbrechend (=dünner), mit 100% UV-Schutz etc. sind
heute oft Standard für gesundes und besseres Sehen.
Ist Fehlsichtigkeit etwas Angeborenes oder
Anerworbenes?
Beides ist möglich. Fehlsichtigkeiten können z.B. durch
"Vererbung" an nachfolgende Generationen weitergegeben werden. Aber
auch junge Studenten werden gemäss Studien häufiger
kurzsichtig wegen sehr konzentrierter Naharbeit.
Die meisten Menschen bekommen im Alter von 40 bis 45 Jahren Probleme
mit dem Lesen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die
Augenlinse seit der Kindheit sich zunehmend verhärtet. Daher
können selbst 35jährige Normalsichtige nicht mehr auf so
nahe Distanzen lesen wie 10jährige, ebenfalls normalsichtige
Schüler.
Brillen sind der Mode unterworfen. Heute tragen
die Leute andere Fassungen als vor 10 oder 20 Jahren. Was hat sich
geändert?
Nebst den viel dünneren und fast unsichtbaren Gläsern
von heute sind die Fassungen kleiner, leichter und feiner geworden.
Unzählige Farbnuancen vom schlichten Matt-Effekt bis zur
hochwertig veredelten Brille sind heute möglich. Unsere Auswahl
- zusammengestellt auf internationalen Fachmessen - kennt kaum
Grenzen.
Mit den heutigen modernen Messgeräten
lassen sich Brillengläser und Kontaktlinsen viel genauer
bestimmen als früher. Ist das Optimum bereits erreicht?
Nein, wohl kaum. Obwohl wir heute über modernste
computergesteuerte Einrichtungen verfügen, wird auch auf diesem
Gebiet die Technik weitere Fortschritte erzielen.
Worauf ist beim Kauf von Sonnenbrillen zu
achten?
Achten Sie vor allem auf eine gute optische Qualität der
Gläser, UV-400-Schutz und eine nicht zu kleine Fassungsform,
damit auch seitlich einfallendes Sonnenlicht keine Augenreizung oder
-entzündung hervorrufen kann. Bei uns können Sie kostenlos
Ihre Sonnenbrille per Computer auf UV-Schutz testen lassen. Dunkle
Gläser allein machen oft noch keine gute Sonnenbrille
aus.
Wie sieht Ihr Ausbildungsweg aus?
Sekundarschule, 1 Jahr Fremdsprachen Englisch und
Französisch, 4 Jahre Lehre als Optolaborist und Augenoptiker, 4
Jahre Berufspraxis, 1 Jahr Vorkurs und 2 Jahre Vollzeit-Studium an
der Schweiz. Höheren Fachschule für Augenoptik, Abschluss
als eidg. dipl. Augenoptiker SBAO. Trotz häufigem Verzicht auf
Freizeit denke ich gerne an diese interessante und prägende Zeit
zurück.
Welches ist das Kern-Team von Bruhin Optik?
Otmar Kupper, Refraktionist und Kontaktlinsenanpasser; Martin
Näf, Refraktionist, Chef Atelier und Einkauf optischer
Instrumente; Petra Filiberti, Augenoptikerin, EDV und Büro;
Claudine Bruhin, Einkauf Brillenfassungen, EDV; Thilo Bruhin, eidg.
dipl. Augenoptiker SBAO.
Was kostet heutzutage eine Brille?
Eine Brillenfassung zwischen Fr. 98.- bis über tausend
Franken. Ein Paar Gläser zwischen Fr. 68.- und wieder über
tausend Franken. Je nach Anspruch kann also eine individuell
gefertigte Brille Fr. 166.- bis mehrere tausend Franken kosten. Die
Beratung sowie kostenloser Richt- und Reinigungsservice sind dabei
eingeschlossen - ein ganzes Brillenleben lang!
Krankenkassen bezahlen in der Regel bei Erwachsenen über 18
Jahren alle 3 Jahre einen freiwilligen Beitrag von Fr. 200.- an die
Brillengläser (Verordnung durch spezialisierten Augenoptiker
oder Augenarzt), bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren sogar
einmal pro Kalenderjahr.
Was gefällt Ihnen besonders am Beruf des
Augenoptikers?
Der Kontakt mit interessanten Menschen, die Brillenmode sowie die
präzisen Brillenglasbestimmungen und
Kontaktlinsenanpassungen.
Besten Dank für das Gespräch!
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