(lf) Wie wir in Heft 2/02 erfahren haben,
übernimmt die CSS Versicherung weder die Kosten für eine
ärztlich empfohlene Amalgam-Sanierung noch zahlt sie die
biologischen Präparate zur Schwermetallausleitung.
Weil Z. die Prämienverbilligung verweigert wurde, er
sämtliche medizinischen Kosten (bis auf eine einzige Rechnung)
aus dem eigenen Sack bezahlen musste, ist er es ihm seit September
'01 nicht mehr möglich, Krankenkassenprämien zu
bezahlen.
Vergleich mit der CSS gesucht, aber auf Granit
gestossen
Extra arbeitete Z. einen Vorschlag zur Güte aus. Statt auf
diesen Vorschlag einzugehen oder auch nur Stellung zu beziehen,
bekommt er vom Betreibungsamt Schwyz am 6.2.02 völlig
überraschend einen eingeschriebenen Zahlungsbefehl. Absender
für den Zahlungsbefehl ist die CSS-Regionalagentur
Einsiedeln.
Am Nachmittag des 6.2.02 nimmt er Kontakt mit der Regionalagentur
Einsiedeln auf und frägt, wer für dieses Schreiben
verantwortlich sei. Er wird mit Frau F. verbunden. Diese gibt
freundlich und korrekt Auskunft. Den Auftrag, das Betreibungsamt zu
avisieren, habe sie von einer Angestellten der Regionalgentur Schwyz.
Ob man seinen Brief an die Agentur Schwyz nicht gelesen habe,
frägt Z. Und ob es bei der CSS keine dritte, eingeschriebene
Mahnung gebe bzw. ob man die Sache nicht mit einem Telefonanruf
hätte klären können. Frau F. von der Regionalagentur
Einsiedeln entschuldigte sich für das Vorgehen. Normalerweise
sei es tatsächlich so, dass man mit den Versicherten vorher
Kontakt aufnehme.
CSS zahlt selber nicht, hält aber dennoch
an eigenen Forderungen stur fest
Obwohl die Krankenkasse - wie erwähnt - trotz
Alternativversicherung die Kosten für eine Ursachenbehebung
(Amalgam-Sanierung) sowie die Präparate zur
Schwermetallausleitung nicht übernimmt, ist sie selber
knallhart, wenn es darum geht, eigene Forderungen durchzusetzen.
Z. meint dazu: "Obwohl ich ein sehr niedriges Einkommen habe,
bekam ich von der Ausgleichskasse im Jahre 2001 kein Formular betr.
Prämienverbilligung (siehe Mythen-Post 12/01). Weil ich nicht
wusste, dass ich bis zum 30.4.01 ein Formular um
Prämienverbilligung hätte einreichen müssen, erlosch
mein Anspruch (siehe Entscheid des Schwyzer Verwaltungsgerichts in
Heft 2/02). Sämtliche medizinische Leistungen (bis auf eine) des
Jahres 2001 musste ich aus dem eigenen Sack bezahlen. Zusätzlich
verlangt man mir noch, dass ich weiter Krankenkassenprämien
zahle für eine Versicherung, die selber nicht zahlt.
Verrückt!"
Die Story geht im Jahre 2002/03 weiter
Weil die Schwyzer Steuerbehörden im Fall Z. einfach ein fiktives
Einkommen erfinden, das nicht der Realität entspricht und dieses
dann noch von der Ausgleichskasse Schwyz als Basis übernommen
wird, stimmt in der Folge überhaupt nichts mehr. Aber das
interessiert Schwyzer Behörden nicht! Es wird willkürlich
festgelegt und vollstreckt!
So funktioniert eben die Bürokratie...
Z.'s Unmut ist verständlich und verdeutlicht, in welche
sozialen Lücken jemand unverschuldet geraten kann. Wenn einer
über ein Viertel seines Einkommens für
Krankenkassenprämien aufbringen muss, so ist das
"behördlich in Ordnung". Und wenn eine Krankenkasse wichtige
medizinische Leistungen nicht übernimmt, ist das angeblich auch
in Ordnung. Der Patient muss alles (bis auf eine Rechnung im Betrag
von Fr. 180.-) selber bezahlen. Und in Ordnung und obligatorisch ist
nach Bürokratenlogik ebenfalls, Prämien für eine
Krankenkasse zahlen zu müssen, die selber nicht
zahlt...
Gibt es eine Möglichkeit, aus dem
Krankenkassen-Zwangssystem zu flüchten?
Weil Z. kein Geld hat, schickte er der CSS Versicherung bereits
zweimal eine eingeschriebene Kündigung. Er verzichte
ausdrücklich auf die Zwangsversicherung. Ohne Erfolg. Die CSS
schickt weiter Rechnungen, Mahnungen etc.
Z. meint gegenüber der Mythen-Post: "Ich weiss nicht, ob
einer, der kein Geld hat, sich in der Schweiz erschiessen muss oder
ins Ausland flüchten soll. Es werden von den Behörden
Einkommen erfunden, die gar nicht existieren. Auf diesen frei
erfundenen Einkommen stützen sich andere Behörden
(Ausgleichskasse etc.) wiederum ab. Man bekommt keine
Prämienverbilligung. Fordert man selber etwas vom Staat, kommt
gar nichts."
[Anmerkung der Mythen-Post:
Tatsächlich ist es so, dass einer von der CSS-Krankenkasse bis
auf das Existenzminimum betrieben/gepfändet werden könnte.
Was haben wir doch für ein "soziales" Gesundheitswesen! Wobei
für dieses Zwangsversicherungs-System nicht die CSS Versicherung
schuld ist, sondern der Gesetzgeber.
Dass die Schweiz heutzutage überhaupt über ein solches
Krankenkassen-Zwangsversicherungssystem verfügt, verdanken wir
letztlich aber pseudosozialer Politik und Jasagern.
Die Idee der soziale Abfederung via Prämienverbilligung
wäre an und für sich nicht schlecht. Nur müsste sie in
der Praxis funktionieren! Erfindet die Schwyzer Steuerverwaltung
willkürlich Einkommen, das nie erzielt wurde, fällt die
Prämienverbilligung weg. Erhält ein Antragsteller kein
Prämienformular zugestellt oder vergisst er den 30.4. als
Einreichedatum, ist die Prämienverbilligung weg! Wer an heutigem
System aber ganz sicher verdient, sind Medizin- und Pharmaindustrie,
Krankenkassen und die Verwaltung!
Ein Ausweg jedoch
bietet das System: Man wird Sozialhilfeempfänger und die
Gemeinde übernimmt die Krankenkassenprämien!]
Anmerkungen:
"Die CSS Versicherung meint es mit ihren
Zwangsversicherten so gut, dass sie beim Einfordern von
Krankenkassenprämien auch über Leichen gehen
würde," sagt Z.
Im vorliegenden Fall ist es so, dass die CSS Agentur Einsiedeln einen
Zahlungsaufschub nicht gewährte und stur via Zahlungsbefehlen,
Pfändungsankündigungen etc. "Prämien um jeden Preis"
einforderte. Würde jemand mit Selbstmord drohen, würde dies
die CSS Versicherung vom Zwangseinfordern nicht abhalten. So
"menschlich" funktioniert das System!
Was ist die Hauptmotivation des heutigen
"Gesundheitswesens?"
Geld. Wichtig ist, dass möglichst viele Ärzte,
Krankenschwestern etc. beschäftigt und Medikamente und Therapien
verschrieben werden können. Medizin = Business. Das Zwangssystem
ist wichtiger als das Einzelindividuum!
Krankenkassen-Zwangsversicherungen - wohin
führt das?
"Die teuren Krankenkassenprämien animieren gerade dazu,
dass Obligatorisch-Versicherte Leistungen beziehen (auch wenn sie sie
gar nicht benötigen). Damit wird das Schweizer Medizin- und
Pharmageschäft weiter angekurbelt, was wiederum noch höhere
Kosten verursacht. Die gestiegenen Kosten werden wieder mittels
höheren Prämien eingefordert. Die höheren Prämien
führen dazu, dass noch mehr Versicherte Leistung beziehen wollen
usw. Die Kostenspirale dreht sich weiter nach oben."
Urs Beeler
E-Mail an: Mythen-Post