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Urs Beeler: "Das war eine sehr gute
und intelligente Klasse, die ich vor allem in Deutsch
unterrichten durfte. Obwohl die vor der dem Schulaustritt
standen, verhielten sie sich sehr diszipliniert und
angenehm. Das waren eigentlich schon gar keine Schüler
mehr, sondern richtige junge Persönlichkeiten, bereit
fürs Leben draussen. Ihr Klassenlehrer Marc Egli hatte
ihr hervorragende Arbeit geleistet. Noch kaum zuvor hatte
ich eine dermassen im positiven 'reife' Klasse erlebt.
Der Unterricht machte richtig Spass. Man konnte mit den
jungen Leuten hervorragend diskutieren. Ein oder mehrere
Schüler hatten bereits mein erstes im August 1988
erschienenes Taschenbuch gelesen. Und es gab während
den Pausen so eine Art Rezension.
Der Hit war damals auch, dass ich während dieser Zeit
mit einem roten Porsche 944 Turbo (250 PS) zur Schule fuhr.
Zur Verfügung gestellt wurde der Wagen von der AMAG AG
Schinznach (Importeur). Dies sorgt natürlich nicht nur
bei den Schülerinnen und Schülern, sondern auch
bei den Lehrern für einiges Aufsehen und
Gesprächsstoff. Wobei: alles sehr positiv!
Ein paar Nette der Schule durften mit mir sogar eine
Testfahrt machen. Sie waren begeistert vom
Beschleunigungsvermögen des Porsche: 5,9 sec. von 0-100
km/h. Das gehörte in den Achtzigerjahren zum
Schnellsten. Vor allem die die Mädchen hatten Freude,
wenn sie durch die Beschleunigung und den Turboschub in den
Sitz gedrückt wurden...
Ich selbst hatte zu der Zeit an einer hübschen und
sympathischen Patrizia (?) Baumann den Narren gefressen.
(Anmerkung an die Schulbehörden: Alles im Rahmen der
Legalität!). Aber das war wirklich eine ganz Liebe.
In der 3 Sek. von Marc Egli gab's damals auch ein
hübsches Mädchen namens Lienert - man muss eher
und treffender sagen: junge Frau -, die nicht nur durch ihre
Schönheit auffiel, sondern vor allem durch ihre
jugendliche Reife.
Hinzu kommt, dass der Unterricht wieder einmal im Wonnemonat
Mai stattfand - bei meist prächtigem Wetter und sehr
angenehmen Temperaturen. Und am 7.6. hatte ich auch noch
Geburtstag.
Das Fahren mit dem Porsche nach Einsiedeln war täglich
ein Ereignis, vor allem ein Vergnügen des hervorragend
konzipierten und abgestimmten 2,5-l-Turbomotors, mit dessen
überlegener Kraft man blitzschnell und vor allem sehr
sicher überholen konnte. Sogar meine liebe Gotte
Margrit Betschart, die sonst mit Autos überhaupt gar
nichts anfangen kann ausser mit Vatschlis Döschwo aus
den Sechzigerjahren, war vom Porsche 944 Turbo begeistert.
Sie, die (wie erwähnt) sonst gar nicht gerne Auto
fährt, liess es sich nicht nehmen, bei der Fahrt nach
Schinznach-Bad (Rückgabe des Autos) als Beifahrerin
mitzukommen. Lustig war dann die Umstellung vom tiefen und
sportlich abgestimmten Porsche in den 'hohen', superweich
gefederten Renault 14. Wir mussten beide ob dem
'Kulturschock' herzlich und innig lachen. Zwischen dem
einmaligen Federungskomfort des Renault und dem relativ
harten Porsche lagen Welten!
Negativ viel beim Porsche neben dem doch recht straffen
Fahrwerk auf, dass sich der Bereich zwischen Fahrer und
Beifahrersitz (Kardantunnel?) auffällig erhitzte. Aber
vom Motor, der Gewichtsverteilung und vom Antrieb her war
der Porsche sensationell! (Viel besser als das Äussere
vermuten liess, das praktisch dem des früher wenig
erfolgreichen und verhältnismässig bescheiden
motorisierten 924 entsprach. Die normalen 944er waren
übrigens nichts Besonderes, auch nicht die
späteren Vierventiler. Nur die Turbos besassen Power!).
Dagegen hatte damals ein BMW M3 (den ich 1988 von BMW
Schweiz zur Verfügung gestellt bekam) oder ein Mercedes
Benz 190-2,5 16V (von Mercedes Schweiz) nicht den Hauch
einer Chance. Der Porsche war vom hervorragend ausgelegten
Turbo-Motor wie vom Fahrwerk her toll."
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