(km) Winterzeit - Heizperiode. Weil
ein Überschuss an Holz vorhanden ist, wird Holz zur
"umweltfreundlichen Energie" erklärt. Wer propagiert das? Der
Bund, Kantone sowie die Holzenergie-Lobby.
Es handle sich um einen nachwachsenden Rohstoff. Richtig. Bevor man
aber von einer "umweltfreundlichen Heizenergie", "Bio-Öfen" etc.
spricht, sollte man die Realität nicht vergessen: Wer an einem
Wintermorgen nach Rothenthurm fährt, sieht über das ganze
Dorf eine Rauchdecke. Verantwortlich dafür sind die
holzverarbeitende Industrie und private Holzfeuerungen. (Die
Befürworter der Holzenergie hören das erfahrungsgemäss
gar nicht gerne, aber so sieht leider heute immer noch die
Realität aus.)
Über gesundheitliche Auswirkungen (Lungengängigkeit der
Partikel), Ablagerungen auf Fenstersimsen etc. darf nicht geredet
werden. (Argument "Gewerbefeindlichkeit" mit Konsequenz: "Boykott,
Boykott...!!! Wir haben tausende von Franken in 'umweltfreundliche'
Schnitzelheizungen investiert!")
Fährt man weiter nach Bennau und blickt vom Schnabelsberg
auf Einsiedeln, sieht man regelmässig starken Qualm von der
(angeblich so umweltfreundlichen und vorbildlichen)
Gross-Schnitzelanlage des Klosters Einsiedeln sowie einer bekannten
Möbelfabrik. Auch über diese Feststellung fühlen sich
die "Holzigen" erfahrungsgemäss betroffen und rufen aus. Doch
Fakt ist Fakt.
Nichts gegen das Propagieren von
Holz, aber...
Die Mythen-Post hat nichts gegen das Holz. Im Gegenteil: Wir sind
seit jeher vehemente Verfechter von Massivholz! Bevor man jedoch die
Holzenergie zu einer umweltfreundlichen Energie erklärt, sollte
man zuerst die Verbrennungstechnik richtig im Griff haben.
Solange starke Staub- und Geruchsbelästigungen die
Realität sind, ist die Propagierung der Holzenergie als
umweltfreundliche Energie ein Schwindel. (Erst, wenn eine
wirklich saubere Verbrennung technisch realisiert ist - und nicht wie
heute nur dem Schein nach und für Werbezwecke von Lobbyisten -
wird die Mythen-Post ihre Kritik einstellen.)
E-Mail an: Mythen-Post