(km) Im folgenden werden ein paar Begriffe näher erläutert:
Sick-Building-Syndrome
Überempfindlichkeitsreaktionen nehmen ständig zu. Dabei
werden Zusammenhänge beschrieben zwischen einer
Chemikalienbelastung in Innenräumen und allergischen oder
allergieähnlichen Symptomen (sick-building-syndrome).
Auch das Auto ist mittlerweile ein belasteter Innenraum. Bei neuen
Autos ist das sogenannte Fogging bekannt geworden. An der Innenseite
der Autoscheibe findet man schon nach kurzer Zeit einen schmierigen
Film, der sich zum Teil aus 150 Einzelsubstanzen zusammen setzt (z.
B. Derivate der Trimellithsäure, Phthalsäure, Isocyanate u.
a.)
Polychlorierte Biphenyle (PCB)
Öffentliche Gebäude wie Schulen, Kindergärten und
Krankenhäuser, die bis in die 70er Jahre gebaut worden sind,
können PCB-belastet sein. Immer wieder werden erhöhte
PCB-Werte im Serum gemessen. In Deutschland zum Beispiel weisen
Kinder bereits höhere PCB-Konzentrationen im Fettgewebe auf als
Erwachsene in anderen hochentwickelten Industriestaaten wie Japan,
Großbritannien, Neuseeland oder Kanada.
Nachgewiesen werden können u.a. folgende Stoffe: PCB 66, 105,
118, 138, 153, 170, 180 u. a.
Lösungsmittel und Pestizide
Durch die Verwendung von modernen Fußbodenmaterialien und
Teppichen, Parkettversiegelungen oder Möbelausdünstungen
entsteht eine Lösungsmittelbelastung.
Durch die gute Fettlöslichkeit werden nichtflüchtige
chlorierte KW (z. B. Pestizide) meist lange im Fett gespeichert, so
daß beim Abbau von Fettgewebe Vergiftungen auftreten
können.
Bei Verbrennung der chlorierten Kohlenwasserstoffe entstehen z. T.
hochtoxische Dioxine. Im folgenden sind die relevanten Substanzen
aufgelistet, die im Blut/Serum im Rahmen eines Screening-Tests bei
Verdacht auf eine Schadstoffbelastung durch Pestizide
nachgewiesen werden können: Hexachlorbenzol, Trans-Nonachlor,
Endrin, Endosulfan II, Alpha-HCH, Endosulfan Sulfat, Beta-HCH,
Aldrin, Gamma-HCH (Lindan), Dieldrin, Delta-HCH, DDE, Heptachlor,
DDD, Heptachlor Epoxid, DDT, Alpha-Chlordan, Methoxychlor,
Gamma-Chlordan, Mirex, Oxychlordan.
Im Bereich Lösungsmittel zu finden sind:
nichthalogenierte/halogenierte, Benzol, Chloroform, Ethylbenzol, 1,
1, 1-Trichlorethan, Toluol, Tetrachlorethylen, Xylol, Dichlormethan,
Styrol, Trichlorethylen, Trimethylbenzol, Dichlorbenzol,
Bromdichlormethan, Tetrachlorkohlenstoff.
Holzschutzmittel z. B. Pentachlorphenol (PCP),
Lindan
Obwohl heute verboten, kann nicht von einer Entwarnung gesprochen
werden. Da PCP-haltige Holzschutzmittel jahrelang massenhaft in
Haushalten eingesetzt worden sind.
Durch Importprodukte (z. B. Obstkisten, Leder) ist auch heute noch
der Kontakt zu PCP möglich.
Duftstoffe - Parfüm
Durch den massiven Einsatz von Aroma- und Duftkomponenten in fast
allen Produkten des täglichen Bedarfs (Shampoo, Waschmittel,
Nahrungsmittel) nimmt die Anzahl der Allergiker und MCS-Erkrankungen
rapide zu.
Zahnmaterialien
In Zahnmetallen können folgende Stoffe festgestellt werden:
Quecksilber, Gold, Cadmium, Zinn, Palladium, Kupfer, Blei,
Platin.
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