(lc) Parfüme waren früher ein Luxusgut. Heute sind sie ein billiges Massengut. Mittlerweile ist so ziemlich alles parfümiert, was parfümiert werden kann: parfümierte Waschmittel, parfümierte Seifen, parfümierte Handcrèmen, parfümierte Putz- und Reinigungsmittel, parfümierte Shampoos, parfümierte WC-Reiniger, parfümierte Teppichshampoos, parfümierte Papiernastücher, parfümierte Abwaschmittel, parfümierter Rasierschaum, parfümiertes Rasierwasser usw.
"Duft-Invasion"
Gabriela Schlumpf, Luna-Drogerie, Luzern, bestätigt, dass
zur Zeit punkto künstlicher Duftstoffe eine regelrechte
Überschwemmung stattfinde. Wer kennt nicht die Dame, deren
Parfüm noch auf 30 m Entfernung riecht und Schulbuben spontan
ausrufen: "Mensch, was stinkt denn da so?!"
Duftstoffe sollen "Frische" und "Reinheit" vermitteln. Tag für
Tag hämmert die Werbung den Konsumenten dies ein. Dabei ist das
Lug und Trug: Parfüme können nämlich nicht reinigen,
sondern übertünchen nur den Geruch.
Von der Natur her wissen wir, dass der Geruch bei Tieren eine sehr
wichtige (Orientierungs-)Rolle spielt. Selbst sehr feine Gerüche
werden von einer Hundenase noch wahrgenommen und entsprechend
interpretiert.
Auch bei den Menschen spielen Gerüche eine wichtige Rolle.
Bildliche Aussagen wie: "Ich kann den nicht riechen", können
wörtlich genommen werden.
Was nun, wenn unsere Gesellschaft von der Chemie-Industrie mit
synthetischen Duftstoffen überschwemmt wird? 10 Parfüme
zusammengemixt ergeben einen undefinierbaren Duft-Cocktail, der
abstossend wirkt. Und genau das passiert heute: Die Menschen
fühlen sich in diesem "künstlichen Gestank" nicht mehr
wohl.
Die Auswirkungen gehen aber noch weiter: viele Parfüme haben
direkt krankmachende Eigenschaften; sie führen zu Allergien,
Kopfschmerzen, Übelkeit, Ekzemen usw.
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