(rt) Der Schreinerberuf ist einer der ältesten und traditionsreichsten Berufe überhaupt und in unserer Region seit jeher stark verankert. Im Zentrum steht die Verarbeitung von Holz. Wurde früher noch viel "von Hand" gearbeitet, stehen heute im Schreinereibetrieb hochmoderne, computergesteuerte Maschinen im Einsatz.
Zwei Fachrichtungen
Der Schreinerberuf wird in zwei Fachrichtungen unterschieden: Bau
und Fenster oder Möbel und Innenausbau. In der Folge
unterscheidet sich der Arbeitsplatz.
Berufsleute der Fachrichtung Bau und Fenster sind einen gewissen Teil
ihrer Arbeitszeit ausserhalb der Werkstatt auf Montage tätig;
sie kommen mit Auftraggebern und Handwerkern aus anderen Sparten in
Kontakt. Zu den Spezialfertigkeiten des Bau- und Fensterschreiners
gehört das Massnehmen und Anschlagen im Bau, Belegen mit
Kunststoffplatten, die Holzschutzbehandlung, das Glaseinsetzen und
der Einbau von Isolationsmaterialien.
Die Berufsleute der Fachrichtung Möbel und Innenausbau arbeiten
grösstenteils in der Werkstatt. Zu ihren hauptsächlichen
Tätigkeiten gehören Holz zuschneiden, furnieren, schleifen,
beizen, grundieren, lackieren und spritzen der Holzoberflächen.
Wie sieht die Ausbildung aus?
Die Anforderungen an einen Lehrling sind 2-3 Jahre Real- oder
Sekundarschule. Begabung in Technisch-Zeichnen, Rechnen, ein gutes
Vorstellungsvermögen sowie Freude am Umgang mit dem Werkstoff
Holz werden vorausgesetzt.
Nebst der Ausbildung im Betrieb besucht der Lehrling 1 Tag pro Woche
die Berufsschule; hinzu kommen jährliche
Einführungskurse.
Die Schreinerlehre dauert vier Jahre. Nach bestandener
Abschlussprüfung erhält der junge Berufsmann den eidg.
Fähigkeitsausweis als "gelernter Schreiner" (Fachrichtung
Bau/Fenster oder Möbel/Innenausbau).
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