(lc) Jahrelang inserierte die Schwyzer
Kantonalbank in der Mythen-Post. Als sich unser Heft vermehrt
Tierschutz-Anliegen im Kanton Schwyz annahm, reduzierten sich
plötzlich die SKB-Aufträge.
Was steckt dahinter? Werner Schibig, Marketing-Chef der Schwyzer
Kantonalbank, ist der Schwager von Viehhändler und
Schweinemäster Josef Ott-Schibig, Küssnacht,
Brüschhalde. Zu den Kunden der SKB gehörten auch
Schweinemäster und die SKB könne nicht in einer Zeitschrift
inserieren, "die sich einseitig für den Tierschutz
engagiere".

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Schweinefabrik Josef Ott-Schibig, Brüschhalde, Küssnacht. |
Ein merkwürdiges Verhalten
Es ist bedenklich, dass Zeitungen, welche die Zustände in
Schwyzer Schweinefabriken totschweigen oder verharmlosen, dafür
mit Inseraten belohnt werden, eine Zeitschrift jedoch, die mutig und
verantwortungsbewusst auf Missstände aufmerksam macht, hingegen
bestraft wird. Ein solches Verhalten ist sicher nicht im Interesse
der Schwyzer Bevölkerung.
Werner Schibig behauptet, die SKB würde generell
zurückhaltender inserieren. Das trifft aber nachweislich nicht
zu. In der flauen Sommerzeit (Juli/August '98) erschienen praktisch
täglich Inserate im "Bote der Urschweiz".

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Ein Blick ins Innere der Schweinefabrik. |
Ausreden unter der Lupe
Als Marketing-Chef müsste Schibig seine Werbemittel
möglichst effizient einsetzen. Tatsache ist, dass die
Mythen-Post vor Jahren bei einer vom Warenhaus Nordmann
durchgeführten Test (Rücklauf von Glücktalons) mit
einer einzigen Anzeige 53% mehr Talons brachte als zwei ganzseitige,
teure Inserate im zweitplazierten "Boten"!
Schibig findet, abonnierte Zeitungen hätten weniger
Werbe-Streuverlust. Dazu: Die Mythen-Post wird im Raum Goldau bis
Küssnacht und Einsiedeln bis Oberiberg abonniert
zugestellt. Im Kerngebiet haben wir eine Abdeckung von rund 80%. Die
Mythen-Post hat einen Beachtungsgrad, welcher demjenigen einer
abonnierten Zeitung in nichts nachsteht!
Die Inserate in der Mythen-Post werden darüber hinaus
stärker beachtet, weil das Format kleiner ist (höherer
Inserate-Seitenanteil). Ausserdem ist die Papier- und
Druckqualität (von Kunden immer wieder bestätigt) besser
als bei Zeitungen. Eine Monatszeitschrift bietet darüber hinaus
eine längere Werbewirkung als eine
Tageszeitung.

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Mutterschweine in den berüchtigten Kastenständen eingesperrt . Wer solche Zustände aufdeckt, bekommt von der Schwyzer Kantonalbank keine Aufträge, weil der SKB-Marketingchef mit dem Schweinemäster Ott-Schibig verschwägert ist. |

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Ferkel auf dem einstreulosen Boden. Trauriger Schwyzer Tieralltag. (Aufnahme aus Schweinefabrik Josef Ott-Schibig, Küssnacht) |
Kritik ist positiv gemeint
Die Mythen-Post ist seit Jahren Kunde bei der Schwyzer
Kantonalbank. Wenn aber etwas nicht richtig bzw. offensichtlich
unfair läuft, dann sagen wir das, ohne ein Blatt vor den Mund zu
nehmen. Manche Leute haben einfach das Gefühl, wenn sie sich in
einer gewissen Position befänden, könnten sie sich alles
erlauben. Ein solches Verhalten (vor allem bei einer Bank) ist
unakzeptabel.
Es kann wohl nicht Aufgabe der SKB als einer öffentlichen
Institution sein, mit Werbemitteln Politik und Pressemanipulation zu
betreiben.
Der Mythen-Post kann objektiv nichts vorgeworfen werden. Ihr einziges
"Verschulden" besteht darin, dass sie über Missstände im
Kanton berichtete, die von anderen lokalen Medien unterdrückt
bzw. beschönigt werden. Eine unabhängige, vielfältige
Presse liegt längerfristig im Interesse der Bevölkerung des
Kantons Schwyz und verdient die vorbehaltlose Unterstützung der
SKB.
E-Mail an: Mythen-Post