(red.) "Lieber keine heissen Eisen
anrühren und nur die offizielle Meinung verbreiten", lautet
heute das Motto der meisten Zeitungen.
Mit der Unabhängigkeit der Presse ist es nicht mehr weit
her. Nicht nur in den vollständig von den Inserenten
abhängigen Gratisanzeigern bestimmt die Wirtschaft, was
publiziert werden darf und was nicht. Auch die Vielfalt der Presse in
der Schweiz besteht nur noch scheinbar, vorgetäuscht durch
Kopfblätter, welche landesweit den gleichen Einheitsbrei
servieren, überregional aufbereitet durch eine einzige
schweizerische Depeschenagentur. So kommt es, das in den Zeitungen
kaum mehr Kontroverses zu finden ist, es sei denn, politisch
unproblematische Meinungsäusserungen auf der Leserseite.
Speziell als Konsument werden Sie heute völlig einseitig
informiert. Über 7 Mrd. Franken fliessen in der Schweiz pro Jahr
in die Werbung. Für unabhängige Informationen über
Waren und Dienstleistungen ist praktisch kein Geld vorhanden. Die
Mythen-Post will hier einen notwendigen Gegenpol bilden.
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