(vo) Das Stammpublikum einer Boulevardzeitung ist
traditionell von einem konservativen Gedankengut geprägt und
gegenüber Neuem eher abgeneigt. Ein Boulevardmedium, das seiner
Leserschaft nicht nach dem Mund redet, hat es schwer. Das war im
Jahre 1992 der Fall, als der "Blick" sich überraschend auf die
Seite der EWR-Befürworter stellte.
Emotional bewegende Themen sind das A und O von Boulevardzeitungen.
Das grösste Echo haben aktuelle, mit einer gewissen Tragik
verbundene Ereignisse (Unfälle, Verbrechen).
Neben Sex, Crime und Klatsch stützen sich die Boulevardmedien zu
einem wesentlichen Teil auf den Sport. Beliebt sind Fussball, Tennis
und Formel 1. Für rund 50% der Leute ist der Sport der Kaufgrund
für den "Blick".
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