(rh/vo) Die Auseinandersetzung zwischen dem Kloster Einsiedeln bzw. dem ihm unterstellten Kloster Fahr und dem Verein gegen Tierfabriken (VgT) von Erwin Kessler begannen vor Jahren. Anlass für den Streit waren insbesondere die tierquälerischen Kastenstände und die Kuhtrainer in den Stallungen des Klosters Fahr. Der "Beobachter" mit einer Auflage von über 400'000 Exemplaren berichtete ausführlich darüber.

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Damalige Schweinehaltung im Kloster Fahr. Dieses Bild erschien auch im Beobachter und löste einige Empörung aus. |
Kein christlicher Geist
Auf Klage des klösterlichen Anwaltes hin erliess das
Bezirksgericht Baden mit sofortiger Wirkung und bei Androhung von
Gefängnis oder Busse das folgende totale Redeverbot:
"Den Beklagten [VgT und Erwin Kessler] wird verboten, im
Zusammenhang mit ihren Kampagnen, Initiativen, Vorstössen und
Verlautbarungen um die Tierhaltung den Namen des Klosters Fahr
und/oder des Klosters Maria Einsiedeln ganz oder verkürzt zu
verwenden, Hinweise auf diese beiden Institutionen zu machen oder
Aktionen zu unternehmen, die unbefangene Dritte mittelbar oder
unmittelbar mit diesen beiden Institutionen in Verbindung bringen
können."

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Selbst für Laien zu erkennen: eine derartige Tierhaltung entspricht nicht christlichem Geist. |
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Offener Brief des VgT an das Kloster Einsiedeln Sehr geehrte Herren |
Es braucht schon einiges an Sturheit und
Unchristlichkeit, lieber mit grossem Aufwand zu prozessieren, anstatt
die Haltungsbedingungen für die Nutztiere zu verbessern, was mit
bescheidenem Aufwand möglich wäre. Stattdessen beklagte
sich das Kloster in seiner Gerichtseingabe darüber, die
"regelmässig und in ansehnlichem Umfang" fliessenden "Spenden
und Vermächtnisse der Gläubigen an die Klöster Fahr
und Einsiedeln" seien durch die Kampagnen des VgT gefährdet.
Dem Schreiben eines Kegelclubs aus dem katholischen Rikon an das
Kloster Einsiedeln vom 21.5.97 ist dazu konkret zu entnehmen: "Solche
Zustände wollen wir nicht noch unterstützen und schon gar
nicht von einer Institution, sprich Kirche, welche Nächstenliebe
predigt und solche Zustände (Schweinehaltung) hinter den
Klostermauern duldet. Was für eine Heuchelei."

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Als Reaktion auf die Tierhaltung im Kloster Fahr führte der VgT in Einsiedeln diverse Protestaktionen durch. |
Tatsächlich schadete diese Auseinandersetzung dem Kloster Einsiedeln. Warum der Abt Dr. Georg Holzherr nicht von Anfang an einlenkte, ist unbegreiflich. Je länger solche Streitereien nämlich jeweils dauern, desto grösser der Schaden für das klösterliche Ansehen und die Kirche überhaupt. Die Öffentlichkeit erwartet zurecht, dass kirchliche Institute im Umgang mit Tieren als Vorbild vorangehen.
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Im Fall "Kloster Fahr"
nachgefragt: Was meinte das Kloster Einsiedeln? "Einsiedeln" plötzlich nicht
mehr zuständig |
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