(rt) Kinder leiden vermehrt unter früher vor
allem bei Erwachsenen verbreitete Gesundheitsstörungen wie
Allergien und psychosomatischen Erkrankungen. Dagegen
seien die Infektionskrankheiten im Kindesalter, die sogenannten
klassischen Kinderkrankheiten, in den zurückliegenden
Jahrzehnten zurückgegangen. Zu diesem Ergebnis kommt eine
Untersuchung der Universität Bielefeld an 41 Grundschulen.
Für die neuen Krankheitsbilder bei Kindern machte der
verantwortliche Wissenschafter Klaus Hurrelmann vermehrten Stress,
Reizüberflutung, Leistungsdruck und vermehrte Belastungen
des Körpers durch Umwelteinflüsse verantwortlich.
Gut situierte Eltern brächten ihren Kindern eher eine gesunde
Lebensweise nahe, als dies in sozial schwächeren Familien der
Fall sei. Dies sei nicht nur eine Frage der materiellen
Voraussetzungen, sondern auch des unterschiedlichen Wissenstandes um
eine gesunde Lebensweise. In Kindergärten und Schulen sei das
Problem zwar bekannt, viele Eltern seien jedoch auch dann nicht zu
Massnahmen der Gesundheitsvorsorge bereit, wenn sie dazu aufgefordert
würden.
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