Von Fred Pestalozzi
Die seinerzeitige Wust brachte dem Bund 1990 rund 10 Milliarden Franken (15 x mehr als 1960); die aktuelle Mehrwertsteuer von 7,6% entzieht heute dem Volk zusätzlich über 3 Mrd.
Die SP steuerpolitisch auf dem Holzweg
Die SP postulierte in ihrem Wirtschaftsprogramm im Jahre 1993 den
in der EU vorgeschriebenen Mindestsatz von 15%.
Das wäre eine gefährliche Entwicklung, dem Arbeitsstandort
Schweiz nicht förderlich. Ich frage: Kann der Schweizer seinen
Haushalt oder seine Firma in diesem Stile führen? Nein, er
würde umgehend Konkurs anmelden müssen. Dabei sollte die
Schweiz doch auch wie ein gesundes Unternehmen geführt werden,
im Interesse von uns allen. Und jene, die die Ausgaben verursachen
(National- und Bundesräte), sollten persönlich haftbar
gemacht werden können.
Mehrkosten und Bürokratismus
Bis 1994 rechneten rund 135'000 Betriebe die Wust nach einem
eingespielten System ab. Mit der neuen MWSt mussten diese Betriebe
alles neu organisieren. Dasselbe gilt für den Bund. 180 neue
Stellen waren nötig. 70'000 Betriebe mussten das System neu
einführen. Das war nicht ohne gewaltige Mehrkosten und viel
Bürokratismus möglich. Die Waren und Dienstleistungen der
neuen 70'000 Betriebe sind jetzt um zig Prozente teurer. Dazu
gehören u.a. Dienste von Architekten, Juristen, Coiffeuren,
Restaurants, Spediteure, Personenbeförderung, Werbung,
Buchhaltungsfirmen etc.
Sparen ist ein Gebot der Stunde!
Wir müssen der Steuer/Staats-Quote Einhalt gebieten. Sie ist
heute schon zu hoch. Die Ausgaben des Bundes müssen limitiert
und den normalen vertretbaren Einnahmen angepasst werden. Das ist die
Hausaufgabe unserer Politiker in Bern!
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