(vo/rh) In Heft 11/97 haben wir dokumentiert, dass
Engagement im Tierschutz in der Praxis zu Inserate-Boykotten
führt. Noch deutlicher sind Reaktionen im Bereich
Umweltschutz.
Positive Bemühungen für saubere Luft kommen bei einigen
Gewerbebetrieben gar nicht gut an. Sie bestrafen Tatsachen-Berichte
ebenfalls mit Inserate-Boykotten.
Nachfolgend finden Sie einen Beitrag zum Tabu-Thema Holzfeuerungen.
Es werden Fakten auf den Tisch gelegt, die von der Holzenergie-Lobby
gerne "übersehen" werden.
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Da hatte der "Bote" einmal
recht... |
Starke Geruchs- und
Staubimmissionen
Als die Mythen-Post in Heft 10/95 und 11/95 das Thema
Holzfeuerungen aufgriff, gab es einen Riesenaufstand bei
Holzfeuerungs- und Cheminéeherstellern.
Anton van Gameren, Geschäftsführer der Firma Unical,
versuchte sogar, eine Kundin (Holdener Plattenbeläge,
Steinerstrasse, Seewen) zum Boykott der Mythen-Post zu bewegen, was
ihm jedoch nicht gelang.
Für Lobbyisten ist typisch: sobald ihnen etwas nicht passt - die
Fakten, welche die Mythen-Post veröffentlichte, stammten vom
BUWAL - wird sofort Druck zu machen versucht.
Darf die heutige Presse nur noch Weihrauch und Myrrhe über
Holzfeuerungs- und Cheminéehersteller schwenken?
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Was meint der Fachmann? |
Gekaufte Presse
Die Rezession der vergangenen Jahre hat dazu geführt, dass
sich immer mehr Zeitungen "kaufen" liessen. So findet man heutzutage
in der Presse oft nur noch vorgefertigte Firmen-Texte. Beispiele
finden sich dafür im "Schweizerischen Hauseigentümer".
Holzfeuerungen sind deshalb "so umweltfreundlich, natürlich und
biologisch", weil die betreffenden Redaktionstexte von den
Holzfeuerungs- und Cheminéeherstellern stammen.
Gerechterweise muss gesagt werden, dass auch andere Industriezweige
nach demselben Muster operieren.
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Auch andere Heizsysteme haben ihre
Vor- und Nachteile. Bedenklich ist jedoch, wenn heute die Holzlobby
so tut, als ob Holz der umweltfreundliche Energieträger
schlechthin sei und die ganze Problematik der Immissionen, welche von
Holzfeuerungen erzeugt werden, verschweigt. Aufgabe der Mythen-Post
ist gerade, das zu bringen, was die Holzfeuerungs- und
Cheminéehersteller so gerne "übersehen".
Mit Boyköttchen zu reagieren, nur weil einem eine Wahrheit nicht
passt, damit schaden sich die betreffenden Lobbyisten
längerfristig selber.
Ein innovativer Holzfeuerungs- und Cheminéehersteller, Hafner
etc. müsste sagen: "Danke für Ihre Kritik. Wir werden
versuchen, eine geruchs- und staublose Holzfeuerungsanlage technisch
zu entwickeln."
Die Praxis zeigt jedoch das Gegenteil: Angst, einen technisch
veralteten, luftverschmutzenden Ofen nicht verkaufen zu
können!
Dreckschleudern
Alte Holzfeuerungen haben ein schlechtes Image. Verantwortlich
für den schlechten Ruf sind vor allem die starken Geruchs- und
Staubimmissionen.
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Starke Immissionen alter
Holzheizungen Kohlenwasserstoffe Staub HCl, Salzsäure CO NOx Quelle: BUWAL Wichtige Anmerkung: |
Zwar wurden in den vergangenen Jahren ein paar technische Fortschritte in der Verbrennungstechnik erzielt. Diese Fortschritte halten sich jedoch in Grenzen. Eine geruchsneutrale Verbrennung scheint nach wie vor noch nicht in Sicht.
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Staubinduzierte Erkrankungen der
Lunge |
In den Medien wurden in den
vergangenen Jahren immer wieder die Holzschnitzelfeuerungen als
"umweltfreundlich" angepriesen. Wer im Winter vom Schnabelsberg
(Bennau) nach Einsiedeln blickt, kann meist eine grosse Rauchfahne
erkennen. Diese stammt von der riesigen Holzschnitzelfeuerung des
Klosters.
Ähnliche Rauchfahnen und starke Geruchsimmissionen sind von
Holzverarbeitungsbetrieben wahrzunehmen. Warum liest man darüber
nie in den Zeitungen?
Weil die Medien Angst haben. Die holzverarbeitende Industrie und das
Gewerbe sind im Kanton Schwyz sehr stark. Die leiseste Kritik wird
von rückständigen Lobbyisten sofort als
"Gewerbefeindlichkeit" ausgelegt und mit entsprechenden Boykotten
"bestraft".
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Wohlgemerkt: Es geht hier nicht gegen die Holzindustrie oder das Gewerbe, sondern darum, wie man das Immissionsproblem technisch bestmöglich löst. Wenn der Gesetzgeber betr. Holzfeuerungen einfach entsprechend lasche Vorschriften herausgibt, so ist dies keine brauchbare Lösung, sondern lediglich ein "Entgegenkommen" an Holzfeuerungs- und Cheminéehersteller. Diese staatliche Protektion ist sogar ein Nachteil, weil sie echten Fortschritt verhindert.
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Über 80% der Schwyzerinnen und
Schwyzer machen sich Sorgen um die Umwelt |
E-Mail an: Mythen-Post