(ic) Flammschutzmittel in den Kunststoffen
elektronischer Geräte sollen verhindern, dass Brände von
aussen her auf die Geräte übergreifen oder diese selbst in
Brand geraten.
Vor allem bei spannungsführenden Teilen, aber auch in den
Kunststoffgehäusen von PCs, Fernsehern, Telefonen oder
Haushaltgeräten stecken chemische Zusätze, die dem Feuer
den Sauerstoff entziehen und so die Verbrennung bremsen sollen.
Doch dieser Schutz wird mit unerwünschten Nebenwirkungen
erkauft. Da die Flammhemmer im Brandfall mit wenig Energie aus dem
Kunststoff freigesetzt werden müssen, gasen sie zum Teil schon
bei Zimmertemperatur aus den Kunststoffgehäusen und
Chipummantelungen aus und gelangen in die Umgebungsluft.
Umweltgifte von Flammschutzmitteln bereits in
der Tiefe der Meere gefunden
In der Atmosphäre werden diese kaum abbaubaren organischen
Substanzen über grosse Distanzen transportiert. Mit dem
Niederschlag werden die Stoffe ausgewaschen und gelangen auf diese
Weise in die Meere, wo sie von Meerestieren (z.B. Wale, Delphine und
Robben) aufgenommen werden und in die Nahrungskette gelangen. Im
Brandfall bilden sich wegen dieser Flammschutzmittel zudem teilweise
grössere Mengen an hochgiftigen Dioxinen und Furanen.
In den Kunststoffen von Computern der Marken IBM, Compaq, Comtech,
Gateway, Hewlett Packard und Dell fand man bis zu 11% bromierte
Flammschutzmittel. Dabei wären ungefährliche
Flammschutzmittel schon seit längerem bekannt.
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