(km) Wir haben in der Ausgabe vom 18. Dezember
2002 das Thema MCS bereits behandelt. Weil diese Erkrankung in den
nächsten Jahren zunehmen wird, bringen wir ergänzend eine
Zusammenfassung der Fernsehsendung "Puls".
Wie äussert sich MCS?
Symptome
Die Betroffenen leiden an unterschiedlichsten Beschwerden: (..)
Die Patienten sprechen (...) von Symptomen wie extremer
Müdigkeit, Hautausschlägen, Schwellungen, Schwindel,
Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, Angst und
Depression. (...)
(...)
MCS ist die Reaktion (...) gegenüber Spuren von Schadstoffen.
Das Beschwerdebild lässt sich nicht durch die üblichen
somatischen oder klinisch-physiologischen Befunde erklären.
(...). Umweltmediziner nehmen an, dass die Betroffenen hypersensibel
gegenüber Umweltschadstoffen sind und so auf gas- und/oder
staubgebundene Chemikalien in Niedrigstdosis unmittelbar und
"multipel" reagieren. Zur Entwicklung der Krankheit gehört auch,
dass mit der Zeit die Anzahl der unverträglichen
Umweltchemikalien zunimmt. Der hypersensible Zustand der MCS wird
nach der Erfahrung der Patienten durch eine einmalige hohe Dosis oder
langdauernd einwirkende Niedrigdosen von chemischen Substanzen wie
Verbrennungsprodukten, Lösungsmittel, Holzschutzmittel,
Pestiziden, Fungiziden, Geruchstoffen usw. ausgelöst.
(...) In verschiedenen Studien und Untersuchungen werden zahlreiche
Theorien und Ansätze vertreten.
Verbreitung
Das Krankheitsbild MCS wurde in den Fünfzigerjahren (von Dr.
Theron G. Randolph) erstmals in den USA beschrieben. Es gibt in
Europa keine Statistiken. In Deutschland, wo sich seit Jahren eine
gut organisierte MCS-Selbsthilfegruppe engagiert, spricht man von
zigtausend sogenannt Umweltkranken, Dunkelziffer riesig und Anzahl
Erkrankter zunehmend. Experten sprechen von 5% der deutschen
Bevölkerung als Betroffene. Auffallend ist das Vorkommen von MCS
vorwiegend in nördlichen Ländern.
Behandlung
Die [einzig sinnvolle] Therapie ist das Vermeiden der
symptomauslösenden Substanzen.
[Anmerkung der
Mythen-Post: Das ist genau die Auffassung der Mythen-Post. Eine
solche Sichtweise stösst bei der Schulmedizin, der Medizinal-
und Pharmaindustrie sowie der "Alternativmedizin" jedoch auf grosses
Unverständnis bzw. Ablehnung, weil man meint, man müsse
(Merke: aus - in Wirklichkeit - egoistischen finanziellen Motiven!)
jede Krankheit unbedingt chemisch bzw. "alternativ heilen".
Wenn schon, müsste Prophylaxe betrieben werden. Die bringt
Ärzten, Apothekern, Drogisten, Kliniken etc. jedoch kein Geld
ein und ist deshalb auch nicht interessant.]
Dazu gehört auch eine Anpassung der
Lebensverhältnisse, z.B. biologische Ernährung,
schadstoffarme Pflegemittel, (...) Anpassung der Arbeits- und
Wohnverhältnisse.
[Anmerkung: Das
Allerwichtigste!] (...)
In der Schweiz ist MCS, im Gegensatz zu den USA (Golfkriegsyndrom)
und Deutschland (wegen dem Holzschutzmittelskandal) noch ziemlich
unbekannt. (...)
Selbsthilfegruppe
Oft sind MCS-Erkrankte jahrelang im Ungewissen über ihre
Krankheit, konsultieren Dutzende von Ärzte ohne Erfolg und
werden dabei immer kränker. Die Beschwerden machen sie
arbeitsunfähig und zu IV-Bezügern. Die Betroffenen klagen
über eine "Psychiatrisierung", werden als psychisch Kranke
abgestempelt, weil es [Anmerkung: anscheinend] keine
objektivierbaren Befunde gibt.
Durch das Unwissen und die Inakzeptanz der Erkrankung durch die
Umgebung (...) bestehe grosse Gefahr von Vereinsamung und
gesellschaftlicher Ausgrenzung, wird von Ärzten etc. immer
wieder verkündet. Das ist Ablenkung von den wahren Problemen.
Was Betroffene vor allem benötigen, ist MCS-gerechter Wohnraum,
sind MCS-verträgliche Produkte (z.B. unparfümierte
Waschmittel) und finanzielle Unterstützung, damit ein
menschenwürdiges Leben mit dieser Krankheit möglich
ist.
In der Schweiz hat sich (...) eine Selbsthilfe gebildet, deren
Mitglieder per Telefon und via Internet miteinander kommunizieren:
MCS-Liga Schweiz, Postfach 169, 7078 Lenzerheide, Tel. 081 356 37 39,
http://www.mcs-liga.ch/
E-Mail an: Mythen-Post