(fk/vo) Was uns der Rinderwahnsinn deutlich vor Augen führt, ist das immense Risiko, welches ein rücksichtsloser und Grenzen missachtender Umgang mit der Natur in sich birgt. Ungeachtet der Tatsache, dass Rinder Vegetarier sind, wurden diesen Tieren Schlachtabfälle ins Futter gemischt: eine krasse Missachtung der Regeln der Natur mit katastrophalen Auswirkungen für Tiere, Menschen und die gesamte Landwirtschaft.
Artgrenzen werden überschritten
Bei der Gentechnologie werden noch in weit höherem Masse
Grenzen übertreten. Wenn beispielsweise Lachse mit menschlichen
Wachstumshormongenen versehen werden, damit sie schneller wachsen,
oder wenn ein Flunderngen in Tomaten eingeschleust wird, um diese
gegen Kälte widerstandsfähiger zu machen, so werden hier
Artgrenzen zwischen Mensch, Tier und Pflanze durchbrochen, wie das in
der Natur nie möglich wäre. Dass dabei enorme, in ihrer
Tragweite heute nicht abschätzbare Gefahren entstehen,
befürchteten nicht nur die Initianten der Genschutzinitiative,
sondern auch zahlreiche unabhängige Experten sowie sehr viele
Konsumenten.
Die Genschutzinitiative wollte den Umgang mit der Gentechnologie im
ausserhumanen Bereich regeln. Konkret sollten der Anbau gentechnisch
veränderter Pflanzen sowie die Genmanipulation an Tieren
untersagt werden. Auch wollte man, dass Pflanzen und Tiere aus
ethischen Gründen nicht patentiert werden dürfen. Die
Mehrheit des Schweizer Stimmvolkes handelte verantwortungslos: sie
lehnte die Genschutzinitiative am 7. Juni 1998 ab.
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