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Die Mythen-Post hat den Prospekt der Schwyzer Umweltkommission genau unter die Lupe genommen. |
(vo) Vor einigen Wochen erhielten alle Schwyzer
Haushaltungen einen Farb-Prospekt, in dem für energiesparendes
Bauen und Sanieren Werbung gemacht wird. Baubiologischen Aspekten
wurde dabei nicht Rechnung getragen. "Wir wollten nicht zu weit
gehen", so die Aussage eines Sprechers der Schwyzer
Umweltkommission.
Wohin es führt, wenn eine Umweltkommission nicht weit denkt,
illustriert ihre Werbung für gesundheitsgefährdende und
umweltschädigende Isolationsmaterialien. - Die Mythen-Post
fordert echte Verantwortung statt billige
Pseudo-Oeko-Sprüche.
(vo) Einleitung: Im vergangenen Januar lässt die
Umweltkommission der Gemeinde Schwyz Informationsmaterial in
sämtliche Haushaltungen von Schwyz, Seewen, Ibach und Rickenbach
streuen. Neben dem gewohnten sinnvollen Merkblatt betr. Entsorgung
gab's im unadressiert zugestellten Couvert auch einen Farbprospekt
zum Thema "Energiesparend bauen und sanieren".
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Warnung an alle Hauseigentümer
und Bauherren! |
Beim ersten Bild auf Seite 2 dieses Prospekts sieht man ein Werbebild für eine Glaswolle-Isolation. Und auf Seite 3 liest man die Empfehlung, möglichst dick zu isolieren. - Aus welcher Küche stammen wohl diese Falsch-Empfehlungen?
Zum Thema Glaswolle sagt die bekannte deutsche
Zeitschrift Öko-Test:
"Die TRGS 905 schreibt zur Vermeidung eines Krebsverdachts
entweder eine bestimmte stoffliche Zusammensetzung der Mineralfasern
vor, den sogenannten KI mindestens 40, oder eine experimentell
nachgewiesene hohe Bio-Löslichkeit der Fasern. Die Fasern sollen
sich in der Lunge so schnell auflösen, dass sie keinen Schaden
anrichten. Nachweise dafür konnten die betroffenen Firmen nicht
erbringen.
Rockwool, der nach eigenen Angaben weltweit grösste Hersteller
von Steinwolle-Dämmstoffen, sieht das anders. So behauptete die
Deutsche Rockwool wie auch die Deutsche Heraklith in ihrem
Sicherheitsdatenblatt, 'die Faserstäube sind aufgrund ihrer
hohen Bio-Löslichkeit weder als krebserzeugend noch als
krebsverdächtig eingestuft.' Diese Auffassung wird aber von den
deutschen Behörden nicht geteilt. Nur wenn eine Fasersorte in
einem sogenannten Intratracheal-Test, bei dem die Fasern in die Lunge
gespritzt werden, eine Halbwertszeit von weniger als 40 Tagen
erreicht, gilt sie nach Ansicht des Ausschusses für Gefahrstoffe
als unverdächtig. Dieser Ausschuss berät das
Bundesarbeitsministerium. Die Firma Rockwoll legte aber OekoHaus
selbst Zahlen aus einem Intratracheal-Test vor, wonach auch ihre
neuen, verbesserten Fasern eine Halbwertszeit von 65 Tagen
erreichen."

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Unglaublich, aber wahr: Auf Seite 2
des Prospekts der Umweltkommission der Gemeinde Schwyz ein
Werbe-Bild für Glaswolle! |
Besser keine Information als eine falsche!
Am 9.1.02 wurde der Energieberater des Kt. Schwyz, Beat Voser,
gefragt, ob er wisse, um welches Material es sich beim ersten Bild
oben auf S. 2 des Prospekts der Umweltkommission handle.
"Mineralwolle", war die Antwort. "Und wissen Sie etwas
über die Nachteile dieser Materialien?" wurde Voser gefragt.
Langes Schweigen. "Können Sie zumindest etwas über die
angeblichen Vorteile dieser Materialien sagen?" Wieder langes
Schweigen.
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Glas- und Steinwolle sind die
Nachfolgeprodukte von Asbest! Fünf typische Nebenwirkungen der Mineralwolle:
Was braucht es eigentlich noch? Müsste das Material auch noch radioaktiv verstrahlt sein, damit es von den Schwyzer Umweltbehörden nicht empfohlen wird? |
Zuerst sagte Voser noch, Bild 1 sei "ein
Fehler", es müsste dort ein anderes Foto sein. Offenbar habe
der Graphiker etwas falsch gemacht. "Was für ein Bild sollte
dann dort sein?" wurde der Energieberater gefragt. Hierauf kam
die (unsichere) Antwort, dass das Foto doch stimmen müsse. So,
so... Werbung für gesundheitsgefährdende Glaswolle in einem
Prospekt der Schwyzer Umweltkommission!
Besser als die telefonische Auskunft funktionierte die Beantwortung
via E-Mail.
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"Es dient den Hauseigentümern
und Bauherren nicht, wenn die Schwyzer Umweltbehörden
Werbung für gesundheits- und umweltbelastende
Isolationsprodukte machen." |
Energieberater nimmt Stellung
Die von der Mythen-Post am 10.1.02 gestellten Fragen wurden vom
Energieberater wie folgt beantwortet: "Gemäss den eco-devis
Unterlagen sind Wärmedämmungen mit Glaswolle geringer
Dichte als 'ökologisch interessant' einzustufen.
[Anmerkung: Allergieauslösende Isolationsmaterialien
seien 'ökologisch interessant'. Was soll man hier noch
sagen?!] Der Trägerverband eco-devis ist eine von
öffentlichen und privaten Institutionen getragene
unabhängige Vereinigung zur Unterstützung des
ökologischen Bauens im Sinne der Nachhaltigkeit." -
Glaswolle als "ökologisch interessante Produkte" andrehen zu
wollen, ist nicht nur fachlich falsch, sondern schlichtweg
verantwortungslos. Derartige "Empfehlungen" schaden mehr als
sie nützen.
Wer ist für die Falsch-Empfehlungen verantwortlich? Die
Mythen-Post recherchierte bei der Gemeinde und bekam Auskunft. Der
Prospekt sei eingesehen und für i.O. erklärt worden. Ein
Herr Hauri und noch eine Person hätten den Text gemacht. Die
Auflage betrage 8'000 Exemplare. Die Unterlagen seien nicht grad zur
Hand, aber soviel man wisse, sei der Prospekt bei Triner gedruckt
worden.

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Werbung für möglichst dickes
Dämmen (Plastiksackeffekt - schlechtes Raumklima) im
Prospekt der Schwyzer Umweltkommission. Von
Atmungsaktivität einer Gebäudehülle scheint
man noch nie etwas gehört zu haben. |
Warum dieser "Rückenschuss" durch die
Umweltkommission der Gemeinde Schwyz?
Die ganze KMF-Problematik wurde von der Mythen-Post in der
Vergangenheit umfassend abgehandelt und international bestätigt,
z.B. durch den deutschen Diplomingenieur Bernd Wagner, Richard Munson
(USA) etc.
Der bekannte Mediziner und Pathologe am Kantonsspital Luzern, Prof.
Dr. Jan Olaf Gebbers, sagte am 8.1.02 anlässlich eines
Gesprächs mit der Mythen-Post, dass der Ersatz von Asbest durch
Mineralwolle gleichzusetzen sei, "den Teufel mit dem Belzebub
auszutreiben". Gebbers bestätigt genau das, was Beeler
seit Jahren sagt! Das hindert die Umweltkommission der Gemeinde
Schwyz aber nicht daran, für gesundheitsgefährdende
Glaswolle noch Werbung zu machen! (Merke: Sie als Bürgerin bzw.
Bürger finanzieren derartige behördliche
Falschinformationen noch mit Steuergeld!!)

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Auf die Frage, wieso das Schwyzer Gewerbe trotz dem Wissen über die Nachteile und Gesundheitsgefährdung von KMFs weiter mit Glas- und Steinwolle isoliere, antwortete René Schibig, Spenglerei Annen + Schibig, Ibach: wer heute nicht billig offeriere, bekomme den Auftrag nicht. (Hinweis: Herr Schibig ist nicht für den Umbau unten verantwortlich.) |

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Auf diese Weise "saniert" resp. umgebaut werden heutzutage gigantische Altlasten erzeugt. - "Denn sie wissen nicht, was sie tun..." |
Die Gesundheitsgefährdung durch Glas- und
Steinwolle ist bekannt - wieso nicht bei den Schwyzer Behörden?
Prof. Gebbers und Urs Beeler führten ein interessantes
Gespräch über verschiedenste Umwelt-Themen. Die Ergebnisse
der Analysen sind praktisch identisch, obwohl beide von total anderen
Bereichen her kommen. Für Gebbers und Beeler ist im Prinzip
"alles klar".
Weniger Klarheit scheint da bei der Umweltkommission der Gemeinde
Schwyz zu herrschen. Da weiss man offenbar gar nicht so genau,
worüber man eigentlich informiert. Die Lüge der Baumafia,
mit KMFs "günstig und umweltfreundlich" zu isolieren wird naiv
übernommen. Ebenso die PR-Schlagworte wie "Minergie" etc.
Unterstützen Sie unseren Kampf gegen die
Glas- und Steinwolle-Industrie!
Der Kampf der Mythen-Post gegen die skrupellose Glas- und
Steinwolle-Mafia wird in den nächsten Wochen und Monaten an
Intensität zulegen. Diese berüchtigten Isolationsprodukte
haben in einem Gebäude nichts zu suchen! Ein Verbot für
KMF-Produkte ist überfällig. Unterstützen Sie unsere
Aktivitäten mit einer Spende auf PC 60-4619-5, Inpuls Verlag,
Beeler Urs, Postfach 7, 6431 Schwyz. Je schneller dieser
Isolationsmüll vom Markt verschwindet, desto besser für die
Bauherren und das Image der Bauwirtschaft.
E-Mail an: Mythen-Post