(oe/vo) Keime im Haushalt sind in der Regel harmlos. Und auf die vielen nützlichen Bakterien in Darm und auf der Haut könnte der Mensch gar nicht verzichten. Die Putz- und Reinigungsmittelindustrie tut aber gerade so, als ob uns überall im Haushalt irgendwelche fiese Bakterien mit Krankheiten zu infizieren versuchen.
Die reale Gefahr geht von den Produkten selbst
aus
Antibakterielle Reinigungsmittel sind überflüssig und
eine Gefahr für Gesundheit und Umwelt. Denn viele dieser Mittel
enthalten allergieauslösende Wirkstoffe. Ausserdem
können sie die nützlichen Bakterien der Hautflora
schädigen und so Krankheitserregern den Weg bereiten. Je
öfter solche Mittel eingesetzt werden, desto wahrscheinlicher
ist es, dass die Bakterien Resistenzmechanismen entwickeln, die sie
auch gegen die in der Medizin eingesetzten Wirkstoffe unempfindlich
werden lassen. Mehrfach resistente Bakterien sind bei Antibiotika
schon jetzt ein grosses Problem.
Was ergab der Test?
Sämtliche von der Mythen-Post getesteten antibakteriellen
Produkte wurden als "nicht empfehlenswert" eingestuft.
Nitro- oder polyzyklische Moschus-Verbindungen werden
heutzutage in vielen Allzweckreinigern eingesetzt. Diese
Duftstoffe sind bekanntermassen gesundheitsschädlich,
werden in der Umwelt nur sehr schlecht abgebaut und gelangen
über die Nahrungskette in den menschlichen Körper. Dort
reichern sie sich zum Beispiel im Fettgewebe oder in der Muttermilch
an.
Generell gilt: Chemische Putzmittel, egal ob empfehlenswert oder
nicht, belasten die Gewässer und die dort lebenden
Tiere.
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