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Urs Beeler: "Im Internet wird die Mythen-Post ihre journalistische Stärke zeigen." |
(fm) Als neue Dienstleistung bringt die
Mythen-Post ihre Kunden aufs Internet. Konzept, Gestaltung, Text,
Bilder - kurz sämtliche Arbeit wird dabei von Mythen-Post Online
übernommen.
Franz Müller aus Seewen befragte Urs Beeler zum Thema
"www.mythen-post.ch".
Seit dem 1.1.01 gibt es die Mythen-Post Online.
Was bewog Sie zu diesem Schritt?
Urs Beeler: Die Mythen-Post ist von der Auflage her
regional gebunden. Die Themen, die wir bringen (Konsumentenschutz,
Bauen, Tierschutz, Umweltschutz, Gesundheit etc.), sind jedoch nicht
an ein bestimmtes Gebiet gebunden, sondern von überregionaler
Bedeutung. Es geht darum, einen viel grösseren Personenkreis
anzusprechen.
Die KMF-Problematik zum Beispiel wird in der Schweiz praktisch von
sämtlichen Medien totgeschwiegen. Zuerst müssen offenbar
gewisse Lobbyisten Millionen verdienen, bis dieser Mega-Schwindel
auffliegt. Analog verhält es sich in vielen anderen Bereichen.
www.mythen-post.ch ist aus dieser Sicht geradezu eine
Notwendigkeit.
Welches ist das journalistische Ziel von
Mythen-Post Online?
Urs Beeler: In den vergangenen Jahren wurde in Innerschwyz
von gewissen Kreisen immer und immer wieder versucht, die Meinungs-
und Pressefreiheit zu sabotieren. Die betreffenden Leute werden die
schmerzhafte Erfahrung machen müssen, dass sie mit all ihren
unlauteren Methoden genau das Gegenteil von dem erreichen, was sie
eigentlich wollten. Statt dass die Mythen-Post nicht mehr über
ein bestimmtes Tabu-Thema berichtet, tut sie es erst recht, 365 Tage
im Jahr, fein säuberlich recherchiert und ins letzte Detail:
z.B. Farbbilder aus Schwyzer Tierfabriken, rücksichtslose
Luftverpester, Themen, welche die hiesige Presse aus wirtschaftlicher
Existenzangst verschweigt.
Eine grosse "Frühlingsputzete"...
Urs Beeler: Nach 10 Jahren ist der Zeitpunkt gekommen,
einmal reinen Tisch zu machen. Die Mythen-Post wird den Schubhebel
von 10 auf 95% nach vorne schieben...
Was für Themen bringen Sie im
Internet?
Urs Beeler: Von Bedeutung ist z.B. der Bereich
Konsumentenschutz. Der Hygiene-, Waschmittel- und Kosmetikindustrie
den Kopf zu waschen, ist überfällig. Diese Kreise haben
lange genug die Konsumenten an der Nase herumgeführt und daraus
Gewinn geschlagen.
Droht hier nicht neue Boykott-Gefahr?
Urs Beeler: In den Köpfen vieler Schwyzer Gewerbler
ist der Spruch eingemeisselt, dass Ehrlichkeit schade. Und
tatsächlich ist es im Talkessel so, dass Ehrlichkeit und
Transparenz im Talkessel oft bestraft und stattdessen Heuchler und
Anpasser belohnt werden. Das ist zwar schizophren; es zeigt jedoch
die herrschende Situation.
Eine Boykottgefahr besteht nicht, weil die Mythen-Post diejenigen,
die boykottieren würden, sowieso erst gar nicht als Kunden haben
will.
Haben Sie das Gefühl, etwas bewirken zu
können?
Urs Beeler: Wenn immer mehr Leute lernen, ihre Sinne
richtig zu nutzen, ist viel erreicht.
Wenn einer heute sagt, was los ist, gibt es ein
Riesengeschrei...
Urs Beeler: Das hat mich nie gross
gekümmert.
Und der finanzielle Aspekt?
Urs Beeler: Man muss das tun, was alle erfolgreichen
Schwyzer Firmen bis heute getan haben: versuchen, von Schwyz
wirtschaftlich möglichst unabhängig zu sein. Die modernen
Kommunikationsmittel kommen einem hier zugute.
Sie kritisieren im Internet die Industrie. Was
verlangen Sie von ihr?
Urs Beeler: Die Industrie soll dem Wohle der Allgemeinheit
dienen, ehrlich sein und die Leute nicht "verarschen". Die heutige
Industrie jedoch funktioniert anders: mit welchen Tricks kann ich dem
Konsumenten möglichst viel Geld aus der Tasche ziehen. Es werden
immer mehr schlechte und unnütze Produkte hergestellt. Auf der
anderen Seite erleben wir z.B. in Afrika, dass sich mehrere Kinder
ein einziges Schulbuch im Unterricht teilen müssen und kaum
genug zu essen haben.
Eine Frage der Mentalität?
Urs Beeler: Es dreht sich heute nur noch alles ums Geld
und diese eingleisige Mentalität wird früher oder
später zum Kollaps führen. Man sieht ja heute schon, wie
überall Supergaus entstehen, bei der Tier-Industrie mit BSE,
Schweinepest, Hormonskandalen etc. Es ist nur eine Frage der Zeit bis
andere Sektoren der Wirtschaft betroffen sein werden. Wohlgemerkt:
dies alles müsste nicht sein. Es sind vom Menschen
künstlich geschaffene Probleme. Aber der Grossteil der Leute
macht ja das Spiel mit bzw. meint, es mitmachen zu müssen. Und
solange das der Fall ist, läuft es, wie es eben
läuft.
Wenden wir uns der kaufmännischen Seite
von Mythen-Post Online zu. Welcher Gedanke steckt dahinter?
Urs Beeler: Es geht hier darum, gute, unabhängige
Gewerbler unter ein Dach zu bringen.
Wie sehen Ihre Dienstleistungen aus?
Urs Beeler: Die Mythen-Post bietet Homepages für ihre
Kunden an. Ein www.mythen-post.ch/xxx.htm-Link bietet den Vorteil der
viel höheren Besucherfrequenz. Mythen-Post Online wird von
Lesern täglich besucht. Das macht sie als Werbeträger
höchst attraktiv. Mythen-Post Kunden profitieren von
günstigen Pauschalangeboten. Ausserdem nehmen wir die komplette
Arbeit ab, d.h. wir machen die Bilder, gestalten, der Kunde kann
Farbwünsche einbringen usw.
Selbstverständlich können auch diese Kunden-Homepages
laufend aktualisiert werden. Wenn z.B. der Preis eines Produkts
geändert hat, teilt uns das der Inserent mit und wir nehmen
sofort die Änderung vor.
Wie ist das Echo der Kunden auf Mythen-Post
Online?
Urs Beeler: Positiv. Da wir unsere Kunde schon über
Jahre kennen, wissen wir meistens ihre Wünsche und können
sie optimal integrieren.
Die guten, befreundeten Gewerbebetriebe haben sich bis jetzt alle
entschlossen, mit der Mythen-Post zusammenzuarbeiten. Meine Idee ist
es, möglichst viele unabhängige Gewerbebetriebe -
Gleichgesinnte - aus der ganzen Schweiz auf die Mythen-Post Homepage
zu bringen.
Welches ist der Nutzen des Webbesuchers bzw.
-inserenten?
Urs Beeler: Wenn z.B. jemand ein Haus bauen will, kann er
rasch auf der Mythen-Post Homepage nachschlagen. Dort findet er
seriöse Gewerbetreibende und läuft nicht in Gefahr, irgend
einem Betrieb der "Isolationsmafia" oder des Gewerbefilzes in die
Hände zu fallen. Umgekehrt erhält der unabhängige
Gewerbler, der in der Mythen-Post Homepage inseriert, nicht einen
Kunden, der bloss auf das Billigste aus ist, sondern auf das
Beste.
Erwin Kessler sagte Ihnen gegenüber
einmal, die Mythen-Post sei ein "Blatt der Intelligenz"...
Urs Beeler: Danke für das Kompliment! Es geht darum,
den Leser mit guten, nützlichen und wichtigen Informationen
auszustatten. Mit der Mythen-Post Online soll gezeigt werden, welches
Know How wir haben.
Welche Vorteile bietet Mythen-Post Online
zusätzlich?
Urs Beeler: Viele Homepages bekannter Zeitungen machen
beim Herunterladen Mühe oder laufen nur sehr langsam.
mythen-post.ch ist übersichtlich aufgebaut und läuft im
Verhältnis zu anderen Online-Zeitungen schnell.
www.bote.ch. z.B. führt beim Betriebssystem OS 7.5.5 und dem
Netscape 3.0 zu Systemabstürzen und Fehler 11. Unter diesem
"alten" Betriebssystem kann aber keine höhere Browserversion als
3.0 installiert werden.
Ein weiteres Beispiel: Die Internetseite des Kantons Schwyz kann
unter OS 9.04 mit dem Explorer 5.0 zu Abstürzen führen.
www.mythen-post.ch läuft hingegen problemlos unter alten wie
neuen Browser-Versionen, sowohl auf Mac wie PC. Erstellt und
geprüft werden unsere aktuellen Seiten derzeit jeweils unter
Netscape 4.5 und Microsoft Explorer 5.0.
Im Internet wird heute viel Schnörkel
betrieben...
Urs Beeler: Die Priorität bei mythen-post.ch war wie
gesagt: möglichst einfach, schnell und effizient. Es gibt aber
durchaus auch Links, wo das Herunterladen - aufgrund vieler Bilder -
etwas länger dauert.
Komplette professionelle Websides kosten
heutzutage um die 3'000.-- Franken. Kann die Mythen-Post auch solche
Aufträge übernehmen?
Urs Beeler: Zur Zeit laufen Vorbereitungen in dieser
Richtung. Hier kommt dann auch eine andere, aufwendigere Web-Software
zum Einsatz.
Sie bringen die komplette Mythen-Post ins
Internet mit Kunden, neuen Themen, Archiv, umfangreichem Bildmaterial
usw. Wie bewältigen Sie das zeitlich?
Urs Beeler: Der Zeitaufwand für Mythen-Post Online
ist beträchtlich. Deshalb wird der Inserateverkauf der
gedruckten Mythen-Post zusätzlich neu von Herrn Remo Palucci
übernommen. Herr Palucci verfügt über eine mehr als
20jährige Erfahrung im Verkauf. Gleichzeitig entsteht so bei
Foto Palucci, Seewen, eine kundenfreundliche Annahmestelle für
Mythen-Post Inserate, welche 6 Tage pro Woche geöffnet ist. Dort
können übrigens neu auch Inserate fürs Internet
aufgegeben werden. Herr Palucci freut sich auf Ihren Besuch oder
Ihren Anruf!
Wie stehen Sie persönlich dem Internet
gegenüber?
Urs Beeler: Man findet im Internet auch viel Müll und
Blabla. Das Internet selbst stellt jedoch eine faszinierende
Erfindung dar. Wenn man die Möglichkeiten zum Positiven
ausschöpft, ist es eine ganz tolle Sache.
Für die Mythen-Post ist dieses Medium ideal, quasi ein Geschenk.
Denn hier spielt nicht primär eine Rolle, wieviel Geld ein
Verlag im Rücken hat, sondern was er substanziell an Themen,
Ideen etc. zu bieten hat. Und darin liegt für unsere Zeitschrift
eine enorme Chance!
Wie ist Ihre Internet-Seite aufgebaut?
Urs Beeler: Die Homepage ist zweispaltig aufgebaut. Auf
der linken Seite gibt es Links zu unseren Inserenten. Auf der rechten
Seite präsentieren wir jeweils die aktuelle Mythen-Post-Ausgabe
online. Daran anschliessend bieten wir eine umfassende, sehr
informative Themen-Übersicht von A-Z.
Da die Homepage täglich wächst, wird in den nächsten
Wochen bereits eine Neustrukturierung nötig. Auch die wird
möglichst einfach und bedienerfreundlich sein.
Ihr kompromissloser Stil hat in den vergangenen
Jahren immer wieder heftige Reaktionen ausgelöst. Wollen Sie
daran in Zukunft nicht etwas ändern?
Urs Beeler: Ganz im Gegenteil! Ich sehe gar keinen Anlass,
am Stil der Mythen-Post etwas zu ändern. Wenn Fehler gemacht
werden, müssen diese korrigiert werden. Wenn man richtig liegt,
muss man jedoch den Kurs kompromisslos durchziehen.
Von unseren Kunden wird die direkte Art der Mythen-Post - sozusagen
ihr Markenzeichen - geschätzt. Im übrigen haben wir in den
vergangenen Jahren streng genommen keinen einzigen guten Kunden
verloren! Es wurde lediglich die Spreu vom Weizen getrennt - und
davon profitiert nicht zuletzt unsere Leserschaft.
Besten Dank für das Gespräch!
E-Mail an: Mythen-Post