(vo) Durch ihre geradlinige Art war die Mythen-Post in den vergangenen Jahren immer wieder Ziel feiger Rückenschüsse (Hetzkampagnen des "Bote der Urschweiz", dem Sprachrohr des Schwyzer Filzes), Verleumdungen und Boykotte. Aktueller Höhepunkt dieser Auseinandersetzung: Die Schwyzer Kantonalbank hat nach einer über 5 Jahre andauernden Auseinandersetzung ohne mündliche Vorwarnung den Hypothekarzinskredit von Mythen-Post Herausgeber Urs Beeler gekündigt!
Vorgeschichte: Boykott wegen
Tierschutz-Artikel
Als die Mythen-Post Bilder aus Schwyzer Schweinefabriken brachte,
drohte seinerzeit der SKB-Marketingchef Werner Schibig, dass er es
sich überlegen werde, eine solche Pro-Tierschutz-Haltung weiter
mit Kantonalbank-Geldern zu unterstützen.
In den Jahren 1996/97ff brachte die Mythen-Post zufällig Bilder
aus der Schweinefabrik Ott-Schibig, Küssnacht. Brisant: Josef
Ott-Schibig ist Schwager des SKB-Marketingchefs. Die SKB wolle sich
nicht länger in einer Zeitschrift engagieren, die sich einseitig
für den Tierschutz engagiere, erklärte daraufhin Schibig.
[Merke: Tierhalterschutz ist für den SKB-Marketingchef
wichtiger als Tierschutz. Der Fall ist - inkl. Bilder der
Schweinefabrik Ott-Schibig - auf unserer Homepage
beschrieben.]
Weil der SKB-Marketingchef keine Argumente gegen Beeler hatte,
aber diesen offenbar für seinen Idealismus bestrafen wollte,
liess er fortan für zehntausende von Franken - trotz angeblich
"schmalem Budget"! - Inserate im "Bote der Urschweiz" erscheinen.
Gleichzeitig unternahm diese Zeitung im Jahre 1998 (und übrigens
auch vorher schon) redaktionell alles, um gegen die Mythen-Post zu
intrigieren. (vgl. die damalige "Güdelzyschtigskampagne" von Dr.
Hugo Triner)
Am 13.1.98 liess der "Bote" als typische Falschmeldung
verkünden, die Mythen-Post würde von Kesslers Verein gegen
Tierfabriken (VgT) finanziert. Wahr ist, dass unser Blatt bis heute
keine finanziellen Zuschüsse vom VgT erhalten, sondern
umgekehrt, den VgT mit zahlreichen Inseraten und Einstecken von EZs
gesponsort hat.
Die "Zusammenarbeit" zwischen "Bote der
Urschweiz" und dem SKB-Marketingchef...
Die "Bote"-Falschmeldung vom 13.1.98 nahm der SKB-Marketingchef
als willkommenen Anlass, um mit Inseraten aus der Mythen-Post
definitiv auszusteigen. An eine Zusage will sich Schibig Jahre
später partout nicht mehr erinnern können. Pech für
den noblen Küssnachter mit Anzug und Krawatte, gibt es da doch
immer noch eine schriftliche Bestätigung, datiert vom
13.1.98.
Inserate-Bestätigung vom 13.1.98.
(folgt später. Da der Beitrag im Aufbau
ist.)
Den Vorschlag, den Boykott mit dem damaligen Direktionspräsidenten Dr. Hansjörg Koller zu besprechen, wird von seiner Sekretärin mit allen möglichen Ausflüchten verhindert. Auch schriftliche Kontaktaufnahmen fruchten nichts. Die SKB blockt ab.
SKB-Marketingchef fügt mit dem
verhängten Boykott der Mythen-Post finanziellen Schaden zu - der
"Bote der Urschweiz" profitiert
Durch den ungerechtfertigten Inserate-Boykott der SKB entstand
der Mythen-Post über die Jahre ein Verlust in der Höhe von
vielen tausend Franken. Weil Beeler in der Sache nicht nachgab,
sondern immer wieder darauf ansprach, spitzte sich die Situation zu.
Das ganze ging soweit, dass SKB-Filialdirektor Paul Schelbert (wie es
heisst auf Geheiss der Direktion) den Hypothekarzinskredit von Beeler
völlig überraschend kündigte. Dies, obwohl seit Jahren
dieselben Mieterzahlungen pünktlich einbezahlt worden sind und
die "eiserne" Kreditlimite gar nicht ausgeschöpft worden ist!
Ein Gespräch mit Filialdirektor Paul Schelbert und Hans
Kälin bringt zutage, dass "die Direktion hinter diesem Entscheid
stehe". Beeler bringt seine Argumente, die jedoch -
erwartungsgemäss - ignoriert werden. Und: "Normal wäre
es, wenn man vorher mit den Leuten redet."
Langjähriger persönlicher Bankberater
nach Ausserschwyz versetzt
Interessant an diesem Fall ist auch, dass der zuständige
Bankberater, mit dem Urs Beeler über Jahre
(Börsen)Geschäfte abwickelte (Umsatz z.T. bis 1/2 Mio.
Franken), völlig unerwartet nach Ausserschwyz versetzt wurde.
Darauf angesprochen wimmelt Paul Schelbert verärgert ab: "Das
mit Herrn T. und Ihnen war früher. WIR entscheiden
jetzt..."
Eine Frage der Geschäftsethik
Beeler fragt, wie das Vergabewesen bei der SKB laufe. Ob er
(Schelbert) es fair fände, wenn Druckaufträge praktisch
ausschliesslich an eine Druckerei an der Schmiedgasse (gemeint ist
die Triner AG) gingen. Ob er es in Ordnung fände, wenn gewisse
Schwyzer Betriebe offensichtlich von der SKB "subventioniert"
würden und andere nicht. Auf solche heiklen Fragen angesprochen,
hüllt(e) sich der Filialdirektor in auffallendes Schweigen.
Und Urs Beeler doppelt nach: Wer eigentlich von den in den
SKB-Prospekten feilgebotenen günstigen Krediten in der Praxis
profitieren könne. "Ich habe davon bis heute nichts
gemerkt."[Anmerkung der Mythen-Post: Nach der
Kündigung verlangt die SKB - die Mythen-Post kann es schwarz auf
weiss belegen - einen Zinssatz von sage und schreibe 10%! Dieser Satz
wird dann vor Gericht - mit Glück - erfolgreich
angefochten.]
Eine unbegreifliche Situation
Robert Marty aus Brunnen findet die Situation "unbegreiflich". Dazu
muss man wissen: In Schwyz läuft halt vieles mit
"Häfeli-Deckeli". Wer die nötigen Verbindungen zum Filz
hat, profitiert. Wer unabhängig ist und kritische Meinungen
äussert, wird - mit aller Macht - "abzuschiessen" versucht.
Die SKB wolle in diesem Fall "möglichst schnell vorwärts
machen", erklärt Rechtsvertreter und Güdelzyschtigsmitglied
(=Sammelbecken des Schwyzer Filzes) Rolf Bolfing. Übersetzt
heisst dies: möglichst rasch eine Zwangsversteigerung
herbeiführen.
Da bei Zwangsversteigerungen Liegenschaften in der Regel unter dem
Schatzungswert weggehen, würde dies möglicherweise das
finanzielle Aus für die Mythen-Post bedeuten. Vielleicht das
Ziel einiger Herren (oder gar Hinterleute) in Schwyz?
"To be or not to be"
"Jetzt geht's nach 13 Jahren Mythen-Post ans Eingemachte",
sagt Mythen-Post Herausgeber Urs Beeler. Und: "Von Erwin Kessler,
Bert Engelbrecht und - wie aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre
nicht anders zu erwarten war - Bruder Peter im Stich gelassen zu
werden, war anfänglich eine bittere Erfahrung, die mich aber
gestärkt hat".
Die Situation sei höchst schwierig, aber nicht
unlösbar.
Die Mythen-Post schweigt
nicht!
Die SKB nimmt in ihrer
typischen Denkweise an, dass solches alles unter dem
Deckmäntelchen der Verschwiegenheit ablaufen
könne. Wer erlebt den schon den Mutigen, der sich gegen
die Willkür einer Bank auflehnt!
Martin Gwerder, M.
Gwerder AG, Schattdorf: "Banken haben schon manchen
Gewerbler in den Selbstmord getrieben!"
Was dieser Urner Gewerbler
sagt, stimmt haargenau. Hinterher wird dann aber von
Behörden, Medien etc. stereotyp verzapft, der
Betreffende habe "psychische Probleme" gehabt. Fall
erledigt. Von den Schreibtischtätern in Banken, bei
Behörden etc. redet kein Mensch!
Wer total in die Enge getrieben wird, darf - wie im Krieg
als letzter freiheitlicher Akt üblich - nicht einmal
mit Selbstmord drohen. Wer es dennoch tut, riskiert den
"Genuss" des FFE (Fürsorglicher Freiheitsentzug).
Irgend ein Dr. Mengele, der's in jedem Bezirk oder Kanton
fast mit Sicherheit gibt, wickelt die Sache ab.
Anschliessend wird der "Patient" mit Psychopharmaka
vollgepumpt und ruhiggestellt. Fall für die
Behörden gelöst. Die Medien zeigen zuvor noch, wie
die Feuerwehr ein Sprungtuch vor dem Haus aufgestellt hat,
Polizei etc. Um was es eigentlich genau ging - niemand
erfährt es je!
So funktioniert die grossartige Schweiz in der Praxis.
Wie aus Geschichtsbüchern bekannt, gab es seinerzeit
bei der Festung Massada (Israel) keine Gefangenen. Die
Kämpfer brachten sich lieber selber um, als in
Gefangenschaft zu geraten. Ähnliches kennt man aus der
Samurei-Tradition. Ganz anders die Schweizer
Behördenlogik: Wer sich einer Einnahme durch Selbstmord
entziehen will, ist nicht ein Held, sondern "psychisch
krank". Nach dieser Logik wäre heutzutage der
bewundernswerte Winkelried psychisch krank, weil er eine
entscheidende Gasse (für den Sieg der Eidgenossen)
bahnte. Und auch Bruder Klaus wäre ein Fall für
die Psychiatrie, weil er sich (der schon damals
dämlichen) Gesellschaft entzog und Einsiedler
wurde.
Sich gegen Terror und Willkür der Obrigkeit wehren wie
einst Wilhelm Tell, darf man auch nicht, sonst landet man
für viele Jahre hinter Gittern.
Was darf man dann?
Da kann es schon sein, dass da und dort einmal ein
Bankkunde und Gewerbler sich vorzeitig und für immer
verabschiedet. Von Gewerbe-Kollegen wird dann in der Lokalzeitung ein
grosses Theater vorgeheuchelt betr. der "unfassbaren Tat". Wenn Sie
wählen könnten zwischen den Kollegen von den Toten
aufzuerwecken und dafür Fr. 1'000.-- zahlen zu müssen oder
"nichts tun", würden sie sich mit Sicherheit für das
Nichtstun entscheiden. Das ist Heuchelei!
Der Chefetage der SKB wäre es egal. Nötigenfalls geht man
auch über Leichen. Wer am skrupellosesten und abgesottensten
ist, der erklimmt eine hohe Stufe in der Hierarchie.
Mit Menschlichkeit kommst Du in der heutigen Wirtschaft nicht
weit!
Analoges geschieht heute
mit alten Menschen Ein
Hoffnungsschimmer?
Wer nicht freiwillig ins
Altersheim gehen will und mit Selbstmord droht - ab in die
Psychiatrie! Und über allem der scheinheilige Slogan:
"Die Behörden wollen doch nur das Beste für
Sie!" Nein:
der Staat will absolut nicht das Beste für Sie, sondern
nur, dass Sie das tun, was er will!
Weil bei einer
Kreditkündigung der gesamte geschuldete Betrag
fällig wird, steht eine Bank an einem "sehr langen
Hebel".
Philippe M. Inderbitzin, Treuhänder aus Brunnen (nicht
Treuhänder der Mythen-Post oder von Urs Beeler mit
Mandat), bestätigt gegenüber unserem Blatt, dass
eine Rettung der Liegenschaft mit den vorhandenen Mitteln
"auf 2 bis 3 Jahre" durchaus drin läge. Voraussetzung
sei jedoch, dass eine Bank bereit sei, mitzumachen.
Wie Mythen-Post Herausgeber Urs Beeler erklärt,
interessiere ihn nicht, wieviel das Haus (sprich der
Hypothekarzins) koste, sondern es gehe ihm einzig und allein
um Unabhängigkeit und Freiheit. Es
stünden noch zahlreiche Gerichtsverfahren (Isover,
Flumroc, Sager, Held usw.) an, die es erfolgreich zu
bewältigen gelte. Dazu brauche er aber freie Hand.
Ziel sei nach wie vor ein längst fälliges Verbot
von Glas- und Steinwolle-Produkten in der Schweiz
durchzusetzen. "Die Schwyzer Kantonalbank würde mich
bei diesem Vorhaben gescheiter unterstützen als zu
sabotieren", sagt der Mythen-Post
Herausgeber.
E-Mail an: Mythen-Post