(jb/vo) Zuerst hiess es, in Kaltbach solle das Schwyzer Krematorium errichtet werden. Als es bei den dortigen Bewohnern Widerstand gab, kam der Vorschlag, das Krematorium beim Schwyzer Friedhof zu bauen. Auch dort gab es Widerstand. Schliesslich wurde das Schwyzer Krematorium im Wintersried unter der Autobahn errichtet.
Gegen die Kremation gibt es religiöse
Gründe
Bereits das Alte Testament spricht im 3. Kapitel des 1. Buches
Mose (Vers 1) eine klare Sprache und gibt die Kultur vor: "Im
Schweisse deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis dass du
wieder zur Erde werdest, davon du genommen bist. Denn du bist Erde
und sollst zu Erde werden."
Im Buch Malechi sollen die Gottlosen zu Asche werden; im Buch Amos
werden die Moabiter bestraft, weil sie die Gebeine des Königs zu
Edom verbrannt hatten (eine klare Aussage über die Missbilligung
der Leichenverbrennung!). Im Buch Könige wird von der
Zerstörung des ersten Krematoriums durch Josia berichtet (der
die Gebeine der Gottesfürchtigen vor der Verbrennung
verschont).
Die Bibel lässt keinen Zweifel offen, woran der Gott der
Heiligen Schrift Wohlgefallen findet und an was nicht. Interessant
ist, dass die Schriftstellen für Gottesfürchtige die
Erdbestattung nahelegen.
König David liess sich nicht verbrennen, obwohl
Leichenverbrennung bei den ihn umgebenden Heiden geschah, wie auch
bei seinen Nachfolgern, die los von Gott (gottlos) wandelten.
Wir finden in der Heiligen Schrift aus geschichtlicher Zeit vor
Christus keinen einzigen Fall beschrieben, in welchem die
Leichenverbrennung von Gott angeordnet wurde als ein Vorgehen, das
Seinem heiligen Willen entsprochen hätte. Ganz im Gegenteil:
alle Beispiele von Leichenverbrennungen in der Bibel sind Ausdruck
eines Gerichtes, welche auf eine schwere Verschuldung hin
verfügt oder zugelassen wurden. Sie waren immer ein Zeichen von
Gottes Missfallen und des Abscheus vor jenem, der so gerichtet
wurde.
Begräbniskultur in Israel zur Zeit Jesu
Christi
Israel vor 2000 Jahren: Wie handelten die ersten Christen als das
Neue Testament entstand? Obwohl in Israel schon zu Zeiten des Alten
Testaments die Leichenverbrennung, also die Kremation bekannt war,
kennt das Neue Testament geschichtlich gesehen keine andere
Bestattungsart als die Erdbestattung. Die Geschichte berichtet
uns
In einer Zeit, wo viele Menschen kein Respekt vor dem Leben mehr haben, braucht es einen nicht zu verwundern, dass auch gegenüber den Toten die Achtung fehlt. Der Mensch soll nach seinem Tode möglichst schnell auf ein materielles Minimum reduziert werden. Kennen wir diese Mentalität nicht schon irgendwoher?
Leichenverbrennung im Dritten Reich
Vor einem halben Jahrhundert herrschten in Mitteleuropa ganz
besondere Bestattungskulturen: umgebracht und teilweise verbrannt
wurden zu Hunderttausenden Juden, Christen und andere
unerwünschte Persönlichkeiten in den Vernichtungslagern des
Dritten Reiches (1938-1945). Der Drang zur Beseitigung, zur
Entsorgung vorerwähnter Menschen war so gross, dass die Zahlen
in die Millionen gingen und die Kapazitäten der
Verbrennungsöfen als viel zu klein und zu langsam betrachtet
wurden.
Auch heute ertönt wieder der Ruf nach rascher Entsorgung. Der
Druck zur Kremation ist behördlicherseits an vielen Orten
gewachsen. Etliche werden auf behördliche Anordnung hin
kremiert, ohne Rücksicht auf anderslautende Wünsche oder
Verfügungen. "Rechtlosigkeit der Toten" ist im Buch "Die Rechte
der Toten" von Dr. R. Kehl auch erschreckend beschrieben.
Umwelterfordernisse werden vorgegeben. Dies ist jedoch nicht
zutreffend. Nachweislich scheiden Krematorien Quecksilber, Dioxine
und andere die Umwelt schädigende Stoffe und Gase aus.
Erdbestatten ist hingegen umweltfreundlich, weil der menschliche
Körper sich selber natürlich abbaut.
Erdbestattung ist umweltfreundlicher
Seit 1932 gibt es die grösste zusammenhängende
Friedhofanlage der Schweiz, genannt "Hörnli" bei Basel. Seit
diesen Anfangszeiten kontrollierte man dauernd und an verschiedenen
Stellen, ob eine Kontamination ("Vergiftung") des Grundwassers
festgestellt werden könne. Es sind dafür mehrere Fassungen
(Absenkungen) vorhanden, um das Wasser zu fassen.
Das Resultat: Es wurde nie eine Belastung des Grundwassers
festgestellt! Die normale Reinigungskraft des Bodens ist nach wie vor
vorhanden. Messungen aus anderen Orten der Schweiz bestätigen
dieses Resultat. Es erscheint somit wie eine Panikmache zur
Schürung von Emotionen vom "Leichenaroma im Grundwasser", von
Vergiftung, zu sprechen.
Der Abbauvorgang des Leichnams geht so minim vor sich, dass er nur in
direkter Umgebung, in unmittelbarer Nähe der Leiche, also nur
innerhalb des Sarges selbst, festgestellt werden konnte.
So wenig Würmer eine Leiche zerfressen - eine weitere
gängige Auffassung - so sinnlos ist es, unnötig Energie zu
verschleudern. Der Leichnam baut sich in guter Erde vollständig
von selbst ab. Würmer gehen in der Regel nur 30 bis 40 cm tief
in die Erde, bei Frost bis zu 90 cm, der Sarg aber liegt in rund 1,80
m Tiefe, also zwei- bis fünfmal tiefer als Würmer
gehen.
Die Frage stellt sich: Wie passen Energiesparappelle, den
Energieverbrauch auf das Notwendigste zu beschränken zum
Umstand, dass sich eine Leiche in der Erde selbst abbaut, mit der in
ihr wohnenden Eigenenergie entsprechend den ewigen Naturgesetzen? Im
Bereich Bestattung/Kremation können Elektrizität, Gas und
Öl mit Leichtigkeit eingespart werden.
Friedhofböden sind zu unterhalten
Die Nachfolgegenerationen auf älteren Friedhöfen
würden schlecht verwesen, sagt man. Wenn dieses Problem
auftritt, so ist dies auf eine zu intensive Nutzung eines Friedhofs
zurückzuführen. Darum wir nach viermal Beerdigen ein
Austausch der Erde vorgeschlagen. Genauso wie in Wald und Feld, so
bedarf auch ein Friedhof der sinnvollen Pflege.
Platzgründe werden vorgegeben. Dazu folgendes: 1940 wohnten in
der Schweiz rund 4 Millionen Menschen, heute sind es 7 Millionen.
Sport- und Fussballfelder, mehr Häuser und Blocks, mehr
Supermärkte und Schulhäuser, Garagen und Strassen wurden
gebaut. Wenn man schon die gesamte Infrastruktur ausbaute,
müsste man dann nicht auch jedem Menschen respektvoll seine 2 m2
auf 20 Jahre unter der Erde gewähren... oder aber private
Begrabungsplätze erlauben?
Es gibt Gemeinden, die bereits Erdbestattungen abgewiesen haben.
Argumentiert wurde: "Für Erdbestattungen haben wir keinen
Platz..." Steuern und Taxen haben sie vom betreffenden Bürger
genommen. Aber die Erdbestattung will sie ihm verweigern. Ist der
Wertmassstab nur noch der materielle? Der Wert eines
Finanzlieferanten? Sobald aber keine Finanzen mehr aus ihm
erwirtschaftet werden können, landet er im Verbrennungsofen?
Kostengründe werden vorgegeben. Dieses Argument ist eines jener
Schlagworte, wie auch jenes der "jahrelangen Grabpflegekosten", mit
welchen offenbar die "Ader des Geizes" bei jedem einzelnen angetupft
werden soll. Platzkosten scheuen Politiker und Beamte,
Grabpflegekosten stören die Erben...
Wenn man sich mit dem Thema Feuerbestattung näher befasst, sieht
man, dass die Beweggründe der Krematorium-Befürworter alles
andere als erhaben sind.
Professor Dr. Karl-Ludwig Schleich, der Entdecker der
Lokalanästhesie meinte: "Wir werden sehen, dass die
Leichenverbrennung ein Kulturfürwitz unserer Zeit
ist."
Kremations-Zwang
Seit dem 1. März 1990 kennt der Kanton Schwyz eine
Verordnung, wonach Bezirksärzte die Kremation sogar anordnen
können. Die Gefahr eines Leichenverbrennungsobligatoriums ist
also keineswegs absurd und aus der Luft gegriffen!
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