(EK) Die für den Nationalfonds
zuständige Bundesrätin Dreifuss heuchelt:
"Selbstverständlich unannehmbar ist Tierquälerei bei
Tierversuchen."
Gleichzeitig deckt sie sehr qualvolle Versuche des höchsten
Belastungsgrades.
Einige Tierversuche, die vom Nationalfonds mit Steuergeldern
mitfinanziert wurden, sind bekannt geworden:
Fall 1: Bundesrätin Dreifuss hat dem Tierexperimentator Prof. Volker Dietz, Primarius der Orthopädischen Klinik Balgrist der Universität Zürich, mit Worten lobender Unterstützung einen Preis übergeben. Dieser preisgekrönte Tierquäler hat in grausamen Versuchen Katzen und anderen Tieren das Rückenmark durchtrennt und dabei festgestellt, dass Katzen, denen das Rückenmark durchgeschnitten worden war, trotzdem zu einigen Bewegungen fähig waren. Nach dieser "sensationellen Entdeckung" folgte jedoch wie üblich die Feststellung, dass beim Menschen die Dinge ganz anders liegen.
Fall 2: Ähnliche Versuche wie im Fall 1 beschrieben, hat Prof. Martin Schwab am Institut für Hirnforschung der Uni Zürich durchgeführt, unterstützt vom Nationalfonds. Bundesrätin Dreifuss, Präsidentin der "Marcel-Benoist-Stiftung", hat diesem Tierquäler persönlich den Benoist-Preis für Forschung überreicht.
Fall 3: Am Anatomischen Institut der Universität Lausanne wurden Sehschwäche-Versuche an Katzen durchgeführt, wobei den Katzen die Augenlider zugenäht oder die Augen herausgenommen, der Sehnerv durchtrennt, die Pfoten amputiert wurden usw. Die Kätzchen haben danach noch eineinhalb Jahre gelebt.
In der Schweiz werden jährlich 900'000 (!) Versuchstiere
"verbraucht". Mit seiner heutigen Forschungsförderungspraxis
unterstützt der Nationalfonds grausame Tierversuche, welche die
Richtlinien der Schweizer Wissenschafts-Akademien verletzen. Dieser
Zustand ist absolut unakzeptierbar.
Eine Heilmethode an einem künstlich krank gemachten Tier, das in
einem Labor zu Tode geängstigt und gequält wird, zu
prüfen und daraus auf die Wirkung bei einem unter ganz anderen
Lebensbedingungen und aus ganz anderen Gründen (Stress, falsche
Ernährung, Rauchen, Alkohol, Bewegungsmangel etc.) krank
gewordenen Menschen zu schliessen, ist unwissenschaftlich und
entspringt einem mechanistisch-technokratischen Menschenbild. Kein
Wunder, dass unter solchen Umständen die Krebsforschung seit
Jahrzehnten keine entscheidenden Fortschritte erzielt.
Es ist ethisch unverantwortlich, gesunde Tiere - die genauso
leidensfähig sind wie wir - künstlich krank zu machen und
derart leiden zu lassen. Es gibt andere Forschungsmethoden als
grausame Versuche am lebenden, nicht narkotisierten Tier.
In einer repräsentativen Umfrage haben sich 3/4 der Schweizer
gegen qualvolle Tierversuche ausgesprochen, auch wenn dadurch auf
wissenschaftliche Erkenntnisse verzichtet werden muss. Aber die
Volksmeinung interessiert unsere Bundesräte - auch die
sozialdemokratischen - schon lange nicht mehr. Es bleibt die Frage,
was an einer solchen Politik noch "sozial" oder "demokratisch" sein
soll.
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