(lc) Schätzungsweise 100'000 Tonnen
überalterter Schädlingsbekämpfungsmittel bedrohen die
Umwelt und die Gesundheit der Menschen in Entwicklungsländern.
Besonders betroffen sind Afrika mit 15'000-20'000 Tonnen sowie der
Nahe Osten mit 5'000 Tonnen. Auch in Osteuropa und Ländern der
ehemaligen Sowjetunion lagern auch noch solche Bestände. Viele
Behälter der ungenutzten Schädlingsbekämpfungsmittel
sind inzwischen undicht geworden. Hochgiftige Stoffe treten aus oder
versickern und verseuchten den Boden sowie das Grund- und
Trinkwasser.
Zahlreiche dieser Chemikalien sind über 30 Jahre alt und werden
ohne jede Sicherheitsvorkehrungen aufbewahrt. In Afrika sind viele
der Pestizide Überreste früherer
"Entwicklungshilfeaktionen". Die Kosten für eine eventuelle
Beseitigung der gefährlichen Pestizide belaufen sich allein in
Afrika auf rund 120 Mio. Franken.
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