(vo) Haben Sie die Gegendarstellung der KMF-Lobby
auf Seite 11 aufmerksam gelesen? Dr. med. M. Rüegger wurde in
der Zwischenzeit dahingehend korrigiert, dass KMFs, die bis 1996
hergestellt wurden, offiziell als krebsverdächtig gelten!
Soviel taugen die Aussagen der von der KMF-Lobby vorgebrachten
"Fachleuchte"!
Wenn Prof. Dr. Gruber Glas- und Steinwolleisoliermaterialien als
"sehr sinnvolle Produkte" bezeichnet, dann meint er unter "Sinn" wohl
den Profit, den sie für die Produzenten abwerfen. Dass diese
Produkte "nahezu ideal" sein sollen, ist schon nicht mehr ernst zu
nehmen, wer das bekannte Lichtenfelser Experiment von Prof. Dr.
Ing.-habil. Claus Meier, Nürnberg, studiert hat.
Wenn die Staubbildung bei der Herstellung sowie an den
Arbeitsplätzen angeblich "ausserordentlich niedrig" ist, wieso
werden dann Filtermaske/Mundschutz, Augenschutz, Handschuhe, Overall
und Stiefel für diese ach so hautfreundlichen Produkte
vorgeschrieben/empfohlen?
Richtig ist: Menschen sind vor diesen Produkten vor einer
Gesundheitsschädigung dann sicher, wenn KMFs hundertprozentig
abgedichtet sind und keine Stäube vom Einbau mehr vorhanden
sind!
Und zum letzten Punkt dieses Prof. Gruber: Wenn doch angeblich
"Mitarbeiter in den Werken, wo Mineralwolledämmstoffe
hergestellt werden, gesund sind", wieso gründete dann Frau
Susanne Falkenhain, Sonnenbergweg 7, D-69493 Hirschberg, Tel./Fax
0049 6201 55016, eine Zentrale Anlaufstelle für Krebs-Erkrankte
der Dämmstoff-Industrie? Ihr Mann arbeitete in einer deutschen
KMF-Fabrik und starb an Krebs.
Sie schrieb folgenden Aufruf:
"Obwohl die Wissenschaft beweist, dass Basaltfaser-Stäube
prinzipiell krebserzeugend sind, wird weiter ungehemmt Basalt
geschmolzen und zu Matten verarbeitet... und mit Formaldehyd und
Phenolharzen verklebt.
Es muss doch nachdenklich stimmen, dass im Werk Ladenburg bereits
mehrere Produktionsarbeiter an Krebs erkrankt sind. Todesfälle
werden ignoriert.
Das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg stellt einen
Anstieg der Krebserkrankungen von Dämmstoff-Arbeitnehmern
fest!
Wie lange wollen wir dazu noch schweigen? Jährlich sterben
über 20'000 Menschen an einer durch gesundheitsgefährdende
Arbeitsbedingungen ausgelösten Krebserkrankung. Das sind doppelt
so viel Tote, wie im vorherigen Jahr durch Unfälle auf deutschen
Strassen ums Leben kamen.
Doch im Gegensatz zu den Verkehrstoten wird um die Berufskrebsopfer
bislang nicht viel öffentliches Aufheben gemacht. Mehr noch:
Krankheitsfälle werden nicht gemeldet, Messberichte
verfälscht oder Studienergebnisse zurechtgebogen, Blutproben
verschwinden, Arbeitsprotokolle sind unauffindbar.
Die Krebsgefahren am Arbeitsplatz werden systematisch
heruntergespielt und verheimlicht."
Zentrale Anlaufstelle für Opfer der
Dämmstoff-Industrie Deutschland
Susanne Falkenhain
Sonnenbergweg 7
D-69493 Hirschberg
Tel./Fax 0049 6201 55016
E-Mail an: Mythen-Post