(af) "Üsi Gmeind - ä suuberi Sach" -
für viele Gemeinden trifft dieser Slogan leider (noch) nicht zu.
Obwohl die Gemeinde Schwyz zum Beispiel extra über eine
Grünabfuhr und einen Häckseldienst verfügt und die
Umweltkommission vorbildlich in einem Info-Blatt darauf hinweist,
dass Gartenabfälle nicht verbrannt, sondern umweltfreundlich
entsorgt werden sollen, gibt es nach wie vor Rücksichtslose, die
die Luft sinnlos verschmutzen.
Durch diese sinnlose Luftverschmutzung wird die Lebensqualität
im schönen Schwyz massiv beeinträchtigt.
"Pflanzliche Abfälle aus Garten-, Land- und Forstwirtschaft sind
keine Brennstoffe für offenes Feuern. Beim Verbrennen entstehen
häufig grosse Mengen von Rauch und Reizstoffen.
Grundsätzlich sollen pflanzliche Abfälle gehäckselt
und kompostiert werden." Dieser Text ist einem Info-Blatt der
Umweltkommission der Gemeinde Schwyz zu entnehmen. Gut so. Das ist
genau das, was die Mehrheit der Schwyzer Bevölkerung seit Jahren
fordert.
Es sind immer wieder dieselben
Rücksichtslosen
Wie aber sieht heute noch die Realität aus? Da wird
unmittelbar neben dem Spital Schwyz Grünabfall unter grossem
Gestank verbrannt. Qualm zieht vom Garten neben dem Schweinestall der
Molkerei Graf in Richtung Spital.
In einem Garten zwischen der Schützenstrasse und der
Überbauung Brüöl sorgt ein Mottfeuer dafür, dass
die Luft des ganzes Wohnquartiers während Stunden verpestet
wird.
Neben dem Schulhaus Lücken zieht Qualm hoch, der im oberen
Steisteg deutlich wahrzunehmen ist.
Beim Nietenbach in der Nähe des Stelzliweges in Seewen werden
regelmässig grössere Mengen Grünabfall verbrannt. Die
Anwohner sind zurecht verärgert.
Unterhalb des Restaurants Sonnenberg bei der Brücke, die
über den Bach führt, verbrennt ein Landwirt jedes Jahr
grosse Mengen von Stauden. Es herrscht ein stundenlanger Qualm.
Leute, die die Sonnenberg-Terrasse besuchen wollten, kehren wieder
um.
Altes Herrenhaus von Hettlingen in Schwyz: starker Qualm zieht
hinunter bis ins Hinterdorf - bei Windwechsel bis weit ins
Dorfbachquartier hinauf. Während vieler Stunden wird die Luft
sinnlos verpestet.
Seit Jahren sind es immer dieselben rücksichtslosen Leute in der
Region Schwyz, die Gartenabfälle unter grossem Gestank
verbrennen. Dabei gibt es gar keine Rechtfertigung für diese
sinnlose Luftverschmutzerei. Es existieren genügend Alternativen
für die umweltfreundliche Entsorgung von
Grünabfällen.
Die Natur kennt keine Abfälle
Dem Schwyzer Abfall-Infoblatt vom September 1996 ist zu
entnehmen: "Abfall ist ausschliesslich ein Produkt des Menschen
und existiert in der Natur nicht. Im Wald können wir beobachten,
dass heruntergefallene Blätter und liegengelassenes Holz
verroten und langsam wieder zu Bestandteilen der Erde (Humus) werden.
Dieser Vorgang spielt sich unter Beteiligung einer Vielzahl von
Kleinlebewesen ab und ist unentbehrlich für die Erhaltung der
Fruchtbarkeit des Bodens. Ohne diese ständige Zufuhr von
Pflanzenresten würde der Boden rasch unfruchtbar. Den gleichen
Gesetzmässigkeiten sind Gärten unterworfen. (...)
Indem Sie Ihre Garten- und Rüstabfälle kompostieren,
können Sie selber wesentlich zur Erhaltung der Fruchtbarkeit des
Gartenbodens beitragen und gleichzeitig auch die ökologisch
fragwürdige Verwendung von Torf vermeiden sowie auf den Zukauf
von Dünger verzichten."
Nach jahrelangen Protesten der Mythen-Post und auf Druck weiter
Teile der Bevölkerung haben die Schwyzer Behörden damit
begonnen, sich für die umweltfreundliche Kompostierung zu
engagieren. Das Amt für Umweltschutz z.B. machte anlässlich
der Gewerbe-Schau vom 4.-8. September 1996 in Seewen extra einen
grossen Stand zum Thema "umweltfreundliche Entsorgung von
Gartenabfällen".
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