(gi/vo) In den Fünfziger- und Sechzigerjahren war das Auftreten allergischer Krankheitssymptome noch recht selten. In Deutschland zum Beispiel betraf es 1% der Gesamtbevölkerung. Heute treten diese Beschwerden 10-15mal mehr auf bei Erwachsenen und 20-30mal öfter bei Kindern. Gemäss der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind 12% der Weltbevölkerung von Allergien befallen (an sechster Stelle bei den am meisten auftretenden Krankheiten). Spezialisten sind der Ansicht, dass der grösste Teil der allergischen Krankheiten Reaktionen des menschlichen Körpers auf zu viele eingeatmete chemische Substanzen sind. Unser Immunsystem reagiert auf solche Reize durch verschiedenartige Beschwerden, die als "Allergie" bezeichnet werden.
Ein Riesenkatalog an Ursachen
Unter den Verursacher von Allergien finden wir auch Medikamente
und Lebensmittel; unter den letzteren sind es z.B. Meermuscheln,
Fleisch, Wurstwaren, Milchprodukte und nicht-biologisches
Gemüse. Solches Gemüse ist "verseucht" durch verschmutztes
Wasser, kaputt gemachte Böden und durch chemische
Substanzen.
Da jedes Individuum auf die verschiedenen Substanzen anders reagiert,
je nach seinem momentanen metabolischen Befinden, ist es schwierig,
die Ursache der individuellen Hypersensibilität herauszufinden.
Doch weiss man mit Sicherheit, dass die Anzahl der solche
Allergie-Reaktionen auslösenden Substanzen in stetem Zunehmen
begriffen ist und dass ein Ende dieser verheerenden Fehlentwicklung
angesichts der enormen Überflutung des Marktes mit derartigen
Substanzen enthaltenden Konsumgütern im Moment nicht aufzuhalten
scheint. Eine Zahnpasta, ein Kosmetikum, eine Bekleidung oder irgend
ein anderer Gegenstand, der eine chemische Behandlung erfahren hat,
kann Allergien verursachen. Ganz zu schweigen von den klassischen
Ursachen wie Waschmittel, Insektizide, Deodorants, Sprays,
Färbemittel usw.
Wie äussert sich eine Allergie?
Die allergischen Erscheinungen gehen von Jucken bis zu
schwerwiegenden physiologischen Beschwerden, vom Auftreten von
Vergiftungen und Infektionen, Krankheiten wie Asthma,
Bindehautentzündung, Nasenkatarrh usw. Alles, was die
Schwächung der Abwehrkräfte bewirkt (Alkohol, Tabak,
Einnahme von Medikamenten, Impfungen, Elektrosmog, Stress usw.) kann
Mitauslöser von Allergien sein. Diese eigentliche Invasion von
Allergien chemischer Ursache hat die Allergien natürlichen
Ursprungs (Heuschnupfen, Pollenallergie usw.), die es auch
früher gab und weit weniger schwerwiegende Folgen hatten, an
Bedeutung verlieren lassen.
Wenn die Schulmedizin die Sache noch
verschlimmert
Die Schulmedizin verschreibt zur Behandlung der Allergien
sogenannte Antihistamin-Medikamente; diese basieren auf
Diphenydramin, Chlorphenamin, Antazolin, Prometarin, Mepyramin usw.,
alles auf Tieren ausgearbeitete und geprüfte chemische
Substanzen. Die Resultate sind katastrophal: Vor allem rufen diese
Medikamente Schläfrigkeit hervor und machen "stumpf".
(Diese Tatsache wurde bereits vor 17 Jahren anlässlich eines
Ärztekongresses in München festgehalten, wo auch
Psychopharmaka aus demselben Grunde angeprangert wurden). Ausserdem
ist es möglich, dass Antihistamine schwere Nebenwirkungen
hervorrufen, und zwar beim Blut (Herabsetzung der weissen
Blutkörperchen, hämolytische Anämie und Blutpfropf),
die sogar tödlich verlaufen können. Bei Kindern traten auch
schon Leberschäden auf.
Auslöser neuer Allergien
Eine der Auswirkungen der Antihistamine ist ein paradoxer Effekt:
Sie rufen neue Allergien hervor, anstatt die bereits bestehenden
zu heilen. Werden sie auf der Haut aufgetragen, können sie
Hauterkrankungen verursachen; werden sie auf oralem Wege eingenommen,
können sie den Gesamtzustand verschlimmern. (aus: "Adverse Drug
Reaction Bulletin", 1991)
Bei den Ursachen ansetzen
Die Zahl der Allergie-Erkrankungen dürfte in den kommenden
Jahren noch rapide ansteigen. Mit Symptombekämpfungen (wie man
sie in den vergangenen Jahrzehnten betrieb) wird man dieses Problem
nicht in den Griff bekommen. Radikales Umdenken ist gefragt. Dass die
chemische Industrie von sich aus in absehbarer Zeit einsichtig
würde, dies zu glauben, ist naiv. Hier steht Profitmaximierung
um jeden Preis auf dem Programm, Substituierung bestehender
chemischer Substanzen durch noch billigere Stoffe,
an-der-Nase-herumführen der Konsumenten mit künstlichen
Duftstoffen etc.
Auch von der Politik ist vorläufig keine Besserung zu erwarten,
da unzählige Politiker bloss Interessenvertreter von
Grosskonzernen sind. Und mit einer aufgeklärten Minderheit, auch
wenn sie im Recht ist, lässt sich auf demokratischem Weg kaum
etwas bewirken.
Die grossen Tageszeitungen und Medienhäuser sind von den Pharma-
und Kosmetikfirmen finanziell abhängig, dass sie sich hüten
werden, konsumentenschützerische Beiträge zu bringen.
Der Ball liegt letztlich bei jedem einzelnen Konsumenten, der sich
von der millionenschweren Werbung der Grosskonzerne nicht
täuschen lässt - und verantwortungsbewusst auf
problematische chemische Produkte verzichtet.
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Viele Allergien sind
hausgemacht Eine neue Ära |
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