(si) In den USA ist der Kampf um den lukrativen
Anzeigenmarkt für Autos, Liegenschaften und Stellen zwischen
Internet und Zeitungen bereits voll im Gange. Kleinanzeigen machen
einen beträchtlichen Teil der Einnahmen der Presse aus, drohen
aber immer mehr ins Internet abzuwandern.
Das Internet ermöglicht einen einfachen Zugriff auf die
gewünschten Informationen (z.B. Grösse, Preis und Lage
eines Hauses). Web-Sites für Inserate sind zudem bedeutend
billiger in der Herstellung als die Produktions- und
Vertriebsstruktur für ein Presseerzeugnis. Es wird damit
gerechnet, dass mittelfristig ein beträchtlicher Teil der
Rubrikeninserate ins Internet abwandern könnte.
Interaktive Stadtführer
Eine neue Konkurrenz könnten auch die interaktiven
Städteführer (Cityguides) werden, die als Kernangebot
Branchenregister (Gelbe Seiten) und Rubrikenmärkte mit
geographischen Informationen verknüpfen. So kann man z.B. von
einem bestimmten Kino die Öffnungszeiten erfahren und
herausfinden, welche Restaurants in der näheren Umgebung die
persönlichen Wunschmenüs anbieten. Alle diese Angaben sind
geographisch auf einer digitalen Karte mit detaillierten
Wegbeschreibungen dargestellt.
Ein Veranstalter dürfte in naher Zukunft mit einem Eintrag auf
einem Cityguide vermutlich eine grössere Reichweite erzielen als
mit einem Inserat in der Presse. Auch wird er seine Zielgruppe besser
ansprechen.
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