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Bild eines Umbaus: Der ganze Boden wurde mit Glaswolle isoliert. Beim Begehen des Holzbodens werden KMF-Partikel in den Raum unten freigegeben. |

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Es heisst, Glaswolle (siehe Bildmitte)
müsse sauber abgedeckt werden. Die Praxis sieht etwas
anders aus. Der ganzen Länge nach hängt Glaswolle
frei herunter. |
(am) Anlässlich der Gerichtsverhandlung im
KMF-Prozess im Sommer 1999 stellte eine Schwyzer Lokalzeitung
heuchlerisch die Frage, ob die Mythen-Post die journalistische
Sorgfaltspflicht verletzt habe.
Wir fragen: Wenn die KMF-Lobby einen völlig einseitigen
PR-Beitrag im "Schweizerischen Hauseigentümer" plazieren kann
(was konkret passiert ist), der die gravierenden Nachteile von
Glas- und Steinwolle unerwähnt lässt, verletzt dies
nicht die Regeln einer ausgewogenen Berichterstattung? (Die
Kenntnisse über die Nachteile von Glaswolle nützen dem
Bauherren nämlich mehr als Propaganda über angebliche
Vorteile!)
Gutgläubige Eigenheimbesitzer nehmen das, was im
"Hauseigentümer" steht, für bare Münze. Sie lassen
ihre Häuser mit KMFs isolieren - und können nachher die
Nachteile selber tragen. Wo bleibt da die journalistische
Sorgfaltspflicht des "Schweizerischen
Hauseigentümers"?
Konkrete Fälle
Oder ein bekanntes Beispiel: Ein Ibächler Zimmermann verlegt
einen ganzen Estrich offen mit Glaswolle, sodass nachher ein Betreten
unmöglich geworden ist. Mehr: er bringt es fertig, Glaswolle bei
den Sparren hineinzupressen und weiss später nicht, wie er
diesen Mist herausnehmen soll. Wie steht's hier mit der
Sorgfaltspflicht?
Ein anderer Fall: in einem Schwyzer Arzthaus hängt Glaswolle
von der Küchendecke herunter. Grund: Schlampige Verarbeitung.
Auch hier wurden die Bauherren seinerzeit über die gravierenden
Nachteile von Glas- und Steinwolle nicht informiert. Was ist mit der
Sorgfaltspflicht? Wäre es nicht
angebracht, die verantwortlichen Leute haftbar zu machen?
Die Produzenten verstecken sich hinter Anwendungsvorschriften, die in
der Praxis gar nicht eingehalten werden. Doch nicht einmal
darüber getrauen sich "K-Tipp" und "Beobachter" zu berichten.
Bitte ja keine Konfrontation mit der millionenschweren KMF-Lobby! Nur
harmloser Pseudo-Konsumentenschutz, welcher (verantwortungslosen)
Produzenten nicht weh tut, ist erlaubt. (Nur so ist es
erklärbar, dass z.B. ein "Katastrophen"-Waschmittel wie Radion
im "K-Tipp" noch mit "gut" abschneidet!!).
Warum werden die Produzenten und Verarbeiter
nicht zur Rechenschaft gezogen?
Betreffend Glas- und Steinwolle müssten in Wirklichkeit die
Produzenten, Architekten, Generalunternehmer, Isoleure etc. zur
Rechenschaft gezogen werden, was selbstverständlich nicht
geschehen wird, da der Profit über allem steht. So wird die
breite Öffentlichkeit vielleicht erst in 20 oder mehr Jahren
erfahren dürfen, was für ein isolationstechnischer
Schwachsinn heute produziert wird. Und dann werden Produzenten und
Isoleure vermutlich erzählen, man habe es halt damals nicht
anders gewusst - und verdienen an der Entsorgung. Asbest und DDT
lassen grüssen!
Krebsauslösend?
Die deutsche Zeitschrift Öko-Test schreibt aktuell zum Thema
Mineralfasern: "Zwei von drei untersuchten Platten entsprechen
(...) nicht der Norm KI 40 für Biolöslichkeit: Beim Einbau
oder der Demontage könnten Fasern austreten und - wenn man sie
einatmet - Krebs auslösen. Dazu kommt, dass diese Platten
Formaldehydharze enthalten, bei zwei Produkten wurde der
krebsverdächtige Stoff im Test freigesetzt." Bauherren in
der Schweiz erfahren das in der Regel nicht.
E-Mail an: Mythen-Post