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Das aggressive (hoher Rotanteil)
orange Natriumdampflicht passt überhaupt nicht zum
beschaulichen, im alten Stil gestalteten Kronenplatz.
Stellen Sie sich den Platz mit dem sanften, angenehmen Licht
von Glühlampen aus den Zwanzigerjahren vor! Das
wäre stilecht und schön. |
(vo) Am Tag ist der neue, gepflästerte
Kronenplatz in Brunnen eine wahre Augenweide. Besucher kommen sich in
die Zwanzigerjahre zurückversetzt vor. Kein Stress, sondern
Beschaulichkeit. Man fühlt sich richtig wohl. Die Struktur der
Pflästerung, die natürliche Farbe, das angenehme Klima in
unmittelbarer Nähe zum See, das herrliche Blau des Himmels an
einem schönen Sommertag - gelungen. Der Platz wirkt einladend
und grösser als früher.
Doch man würde nicht im Talkessel Schwyz wohnen, wenn nicht noch
der "Hammer" käme: die scheussliche Beleuchtung am Abend. Weil
es gerade Mode ist, wurden auch hier orange Natriumdampflampen
verwendet. Wurde etwas studiert? Nein, natürlich nicht! Mit
derselben Selbstverständlichkeit wurden vor 15 Jahren
überall Quecksilberdampflampen montiert.
Man plappert fanatisch von "Energiesparlampen" und stellt dafür
die doppelte (wenn nicht dreifache?) Anzahl auf. Von
Lichtqualität spricht kein Mensch. Und weil heute dieser
orange Natriumdampf-Lampenmist überall anzutreffen ist,
fällt es den mit Scheuklappen ausgerüsteten
Durchschnittszeitgenossen nicht einmal auf. Auch hier wieder: man
baut Mist - und in 15 oder 20 Jahren kommt ein Schlauer, der
herausfindet, dass das, was man zwei Jahrzehnte lang praktiziert hat,
nicht klug war. Und dann gibt's wieder Arbeit...
Vermutlich wird's aber mindestens 100 Jahre dauern, bis man (nicht
nur in Brunnen) zur guten, bewährten alten Edison-Glühbirne
mit angenehmer Lichtqualität zurückkehrt.
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