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Nach einem absolut schwierigen Start
mit der Satzherstellung der Mythen-Post Ende 1990 im eigenen
Haus, gab's enorme technische Probleme mit dem ersten
Macintosh IIsi. Angeknackste Harddisk, Board defekt usw.
A&F Supporter Samuel Hügli löschte (absolut
unnötig!) wichtige Dateien von der Festplatte! (Beeler
trägt ihm das bis heute nach.)
Das erste Halbjahr 1991 war eine Nervenprobe. Jeweils
samstags konnte die Maschine nicht mehr aufgestartet werden
(es erschien ein blinkendes Disketten-Symbol. Ob
Hardware-Fehler oder Virus wurde bis heute nicht
geklärt).
Andy Vollenweider, der die komplette Anlage Ende 1990
brachte und installierte, war ein ziemlicher Rüppel
(Spuren davon findet man heute noch am A4-Portrait-Monitor)
und betr. dem QMS-Drucker (siehe unten) überfordert.
Glück hatte Beeler jedoch mit dem gelieferten
Bildschirm, der bis heute tadellos funktioniert und ein
gestochen scharfes Bild erzeugt. Einziger Nachteil war seit
jeher die beträchtliche Elektrosmog-Belastung.
Die komplette Anlage kostete damals Fr. 20'000.--! Für
dieses Geld hätte man sich ein schönes Auto kaufen
können. Tragisch und nervenzerreibend ist dann, wenn
eine solche (teure) Anlage nicht richtig funktioniert und
deshalb anfänglich nicht oder nur beschränkt
eingesetzt werden kann.
Nachdem Techniker Urs Elmiger von A&F dann nach
monatelangem Hin- und Her im Sommer 1991 Harddisk und Board
auf Garantie ausgetauscht hatte (Fahrkosten gingen auf
Kulanz), lief der IIsi danach tadellos. Erst viele Jahre
später mussten ein defektes Diskettenlaufwerk und auch
noch ein Netzteil ersetzt werden. Das neue Diskettenlaufwerk
gab um's Jahr 2000 herum ebenfalls wieder den Geist auf.
Hinzu kamen häufig auftretende Netzteil-Probleme. In
der Folge wurde die komplette Maschine ausser Dienst
gestellt und an deren Stelle ein neuer G4 Anthrazit
angeschafft.
Trotz äusserst schwierigem und nervenaufreibendem
Anfang wurden mit obigen Mac IIsi im Schlafzimmer (!) von
Urs Beeler anfangs bis mitte der Neunzigerjahre einige
Dutzend Mythen-Post Ausgaben gesetzt. Für den Satz und
eine einfache Inserate-Gestaltung mit PageMaker 4.0 reichte
die Anlage allemal. Ebenso wurden mit diesem Computer
Rechnungen, Werbebriefe usw. geschrieben.
(Bildbearbeitung/Graphik machte damals mit 80 MB
Festplattenspeicher und 5 MB Arbeitsspeicher keinen grossen
Sinn. Ausserdem fehlte Beeler damals schlichtweg der Platz!)
Aus Geschwindigkeitsgründen und Gründen der
"Narrensicherheit" blieb Beeler all die Jahre beim System
6.07, obwohl ihm die damalige Schriftenverwaltung mit dem
Font D/A Mover von Anfang an überhaupt nicht gefiel und
auch nicht überzeugte! Abschreckend betr. einem Update
war aber, dass Apple damals mit dem neuen System 7 etwa 1
Jahr lang "experimentiere", bis es schliesslich
zufriedenstellend funktionierte (das hörte man damals
zumindest). System 7.1 galt dann - wenn die Angaben korrekt
sind - als ziemlich stabil. Beeler hatte in den Jahren
1990/91 jedoch genug "Experimente" erlebt und wollte auf
Nummer sicher gehen. Vor allem Angst bestand wegen
möglichen Kompatibilitätsprobleme mit dem
"komplizierten" Laserdrucker QMS PS-410 (aufgeschwatzt vom
damaligen A&F Verkäufer Samuel Hügli). Der QMS
war nicht nur überdurchschnittlich teuer, sondern - wie
erwähnt - kompliziert und softwaremässig
anfällig betr. neuen Programmen (laut Auskunft der
damaligen Kontron-Technik).
Ein Apple LaserWriter oder Personal LaserWriter wäre
damals nicht nur die günstigere, sondern auch bessere
Wahl gewesen. Doch Beeler besass zu der Zeit noch nicht die
nötige Erfahrung und auch nicht das
Apple-Beziehungsnetz zu guten, ehrlichen und kompetenten
Leuten; letzteres wurde erst mit den Jahren aufgebaut.
In den Jahren 1990/91 (und auch zuvor), waren Schweizer
Kunden Apple-Händlern gegenüber mehr oder weniger
ausgeliefert. Es sei denn, jemand hatte bereits schon
genügend Erfahrung mit Apple. Aber wer hatte das damals
schon? Zu gross war die Ehrfurcht vor den teuren
Geräten!
All die negativen Erfahrungen mit Technikern,
Verkaufspersonal usw. führte dazu, dass Beeler in der
Folge eine total konservative Linie betr. Computer fuhr. Es
wurde niemand mehr an seinen IIsi herangelassen, nichts
verstellt und nichts verändert. So wurde aller
Ärger - Prophylaxe! - vermieden.
Durch einen glücklichen Zufall konnte sich Beeler dann
im Jahre 1994 einen zweiten (neuen!) Macintosh llsi bei
Dataquest, Dietikon, fürs Büro anschaffen. Die
zweite Maschine brachte Sicherheit, hatte keine
Kinderkrankheiten und sorgte für "technische Ruhe".
Weil Beeler als Perfektionist und Kontroll-Freak von
Computer-Problemen immer "Horror" hatte, ging er über
die Jahre schliesslich daran, sich möglichst viel
Wissen anzueignen. Heute kann er einen alten IIsi locker
komplett auseinandernehmen (HD, Board, Lüfter,
Netzteil) und wieder zusammenbauen. Früher kostete ein
solcher Rechner über Fr. 7'500.--(!), heute vielleicht
noch - falls überhaupt - Fr. 50.- Materialwert. Die
Hemmschwelle ist dadurch viel geringer!
Wenn vier Apple-Techniker dasselbe sagen, dann erst
könne man es mit grösserer Wahrscheinlichkeit
glauben, meint Beeler nach all den Jahren. Oder aber man
halte sich an die wenigen, die wirklich etwas
verstünden! (letztere muss über die Jahre auch
erst mal kennenlernen!) Generell müsse man betr. allen
Auskünften/"Beratungen" sehr vorsichtig sein. Es
würde viel Falsches erzählt, wenn der Tag lang
sei. In Sachen Computer habe heute (es war früher wohl
kaum besser) niemand mehr so recht den Durchblick - dies sei
aber auch ein Trost... Der beste Weg sei, sich selber
möglichst viel Wissen anzueignen. Zugute halten
müsse man, dass die gesamte Computer-Technik x-fach
leistungsfähiger und über weite Strecken auch
anwenderfreundlicher geworden sei.
PS: Zugute halten muss man ferner, dass Apple nach dem Jahr
2000 seine Produkte massiv verbessert hat.
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