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Martin Gasser verfügt über 40 Jahre Erfahrung im Versicherungsbusiness. |
Die ELVIA Versicherungsagentur befand sich
früher am Hauptplatz 11 in Schwyz. Seit 1963 vertrat Martin
Gasser als Leiter diese Versicherungsgesellschaft (vormals bekannt
unter dem Namen Helvetia Unfall).
Martin Gasser ist heute pensioniert, betreibt sozusagen als Hobby
aber immer noch Kunden. Wir interviewten den unabhängigen
Versicherungsberater.
Woher stammt eigentlich die Idee der
Versicherung?
Die Versicherung ist einem menschlichen Sicherungsbedürfnis
entsprungen. Der Mensch trachtete danach, die ihn bedrohenden
Gefahren zu bannen.
Schon 2000 Jahre vor Christus schlossen sich die Karawanenteilnehmer
im Alten Babylon zusammen, um gemeinsam die dem Einzelnen drohenden
Verluste (Überfall oder Raub) zu tragen.
Welches ist die älteste
Versicherungsart?
Der Seetransport-Versicherungszweig. Ein Kaufmann nimmt ein
Darlehen auf, um in Überesse Waren einzukaufen. Bei der Ankunft
der Ware bezahlt er das aufgenommene Darlehen samt ca. 20% Zins
zurück. Ging die Ladung verloren - z.B. bei Untergang des
Schiffes - war der Kaufmann von der Rückzahlung des Darlehens
entbunden. Im Jahre 1230 hatte dann Papst Gregor IX. dieses
sogenannte Zinsnehmen verboten. Dieses Verbot wurde jedoch umgangen.
Aus dem einstigen Seedarlehen entwickelte sich die
Seetransport-Versicherung.
Wie entwickelte sich das
Versicherungsgeschäft bis zum 17. Jahrhundert?
Bis Ende des 17. Jahrhunderts waren einzelne Personen Träger
der Versicherung. Landesherren widmeten sich dem Rentengeschäft.
Sie versprachen den Untertanen gegen Entrichtung einer Geldsumme ein
lebenslängliches Einkommen. Klöster nahmen bei der Geburt
eines Kindes Summen auf. Starb das Kind im Kindesalter, so war die
aufgenommene Summe dem Kloster verfallen. Wurde das Kind hingegen
älter und heiratete, so erhielt es vom Kloster eine Aussteuer.
Welches war die wichtigste Voraussetzung
für die Entstehung der heutigen Versicherung?
Die wichtigste Voraussetzung war der Übergang von der
Natural- zur Geldwirtschaft. Mit der Verbreitung der Versicherung
konnten auch die anfänglich primitiven Grundlagen zur
Beurteilung der versicherten Gefahr fortwährend ausgebaut
werden. Während die Gefahrenereignisse für den Einzelnen
nicht voraussehbar und unberechenbar sind, ergeben sich über die
Wahrscheinlichkeit bei einer genügend grossen Zahl von
Versicherten gewisse Gesetzmässigkeiten. Nach dem Gesetz der
grossen Zahl wird der Versicherungstechnik nun ermöglicht, mit
Hilfe der Statistik und der Wahrscheinlichkeitsberechnung die Risiken
abzuschätzen und die Prämienleistungen des Versicherten zu
bestimmen.
Sie sind heute pensioniert, betreiben die
Versicherungsberatung aber noch als Hobby. Wie kann man mit Ihnen
Kontakt aufnehmen?
Am besten vereinbart man telefonisch einen Termin.
Besten Dank für das Gespräch!
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